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Rezension klassik.com November 2005 | Miquel Cabruja | 4. November 2005 Licht und Schatten

Licht und Schatten – das könnte das Motto sein, unter dem die letzten beiden...
Pizzicato

Rezension Pizzicato 11/2005 | Guy Wagner | 1. November 2005 Und noch eine CD mit den Impromptus, diesmal im SACD-Verfahren: Eine herrliche...

Und noch eine CD mit den Impromptus, diesmal im SACD-Verfahren: Eine herrliche Aufnahmetechnik liefert eine pianistische und klangliche Präsenz, wie man sie nicht oft erlebt. Dadurch werden die feine Anschlagtechnik und das differenzierte Können der jungen, 1981 geborenen Chiao Ying Chang geradezu greifbar. Der Kawai-Flügel, auf dem sie spielt, hat einen warmen und delikaten Klang; die Interpretin verfügt über ein beachtliches Metier und ihre Technik ist makellos. Man sollte nicht vergessen, dass die taiwanesische Pianistin bereits sehr jung an Meisterklassen der wunderbaren Tatjana Nicolaieva teilgenommen hat.

Die Frage ist aber berechtigt, ob ihre Art an Schuberts Impromptus heranzugehen, diesen acht wunderbaren Stücken ganz gerecht wird. Mag sein, dass die junge Interpretin einfach jeder Emphase aus dem Wege gehen wollte, mag sein, dass sie sich ausschließlich auf eine möglichst fein abgestimmte, natürlich sangbare und selbstverständlich anmutende Wiedergabe festlegen wollte, aber so schön und subtil ihr Spiel auch sein mag, dahinter bleiben Welten an Tiefgründigkeit verborgen.

Die acht Stücke, – genau wie die Drei Klavierstücke D. 946 von Mai 1828 –, stellen eine persönliche Suche Schuberts nach neuen Musik- und Ausdrucksformen dar, und diese Suche ist es denn auch eine konsequente und sich stets vertiefende, von der ersten Reihe der Impromptus, die im Sommer-Herbst 1827 entstanden, hin zur zweiten von Dezember 1827 (Schubert hatte kein Jahr mehr zu leben). Verwunderlich ist daher, dass Chiao Ying Chang, gegen jede Logik einer Integrale, diese zweite Folge zuerst vorstellt.

Zugleich wurden diese kurzen Stücke, das längste dauert keine 12 Minuten, zum Konzentrat von Schuberts Seelenzuständen, doch gerade davon merkt man hier kaum etwas. Das schlichte, fast schon cool anmutende Spiel zwingt zwar durch seine innere Konzentration zum Hinhören, weil es die Einfachheit derart weit treibt, allerdings nur, wenn man – wie Curzon, Zimerman, Perahia, Pires, Buchbinder – den inneren Emotionsreichtum bloßlegt, wird ersichtlich, dass Schubert hier einen der tiefsten Ausdrücke seines Seelenzustand offen legt, und der ist von Trauer und Todesahnung geprägt.
Diapason

Rezension Diapason novembre 2005 | Jean-Claude Hulot | 1. November 2005 Succédant à Jochum à la tête de la radio bavaroise, Kubelik n'a pas...

Succédant à Jochum à la tête de la radio bavaroise, Kubelik n'a pas véritablement maintenu la tradition brucknérienne dont son prédécesseur s'était fait le héraut, préférant se concentrer sur Dvorak et Manier. Au disque, il n'a laissé officiellement que les Symphonies nos 3 et 4 gravées à l'aube des années 1980 pour Sony. Depuis, Orfeo a restitué des 8e et 9e en concert, une 6e existant également en DG « Originals ». Poursuivant l'exploration des bandes de la radio bavaroise, Audite exhume à son tour une 3e captée en 1962. La conception de Kubelik, qui utilise toujours la version intermédiaire de 1877, la plus équilibrée (mais dans l'édition Oeser, la seule alors disponible, qui omet la géniale coda du Scherzo), est très proche de celles connues par le disque Sony de 1980 ou le concert amstellodamois de 1954. Mise en valeur par une restauration techniquement splendide, l'interprétation est puissante, romantique, chaleureuse mais aussi parfois échevelée, au point de laisser la ligne directrice se perdre quelque peu au profit de l'engagement instantané - on a le sentiment que Kubelik pense plus à Schumann ou à un premier romantisme quasiment weberien qu'à Bruckner ou même Wagner, dédicataire de l'œuvre... L'orchestre n'est pas infaillible, et l'équilibre sonore parfois surprenant à l'image des premières mesures, pendant lesquelles le célèbre solo de trompette reste trop à l'arrière-plan. Globalement, cette nouvelle parution ne peut donc concurrencer la référence signée Haitink à Vienne, voire les belles versions de Harnoncourt à Amsterdam, ou Sinopoli à Dresde, ni même supplanter la gravure officielle plus tardive de Kubelik à Munich (Sony), plus équilibrée.
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio 23.09.2005 | Cornelia Schönberg | 23. September 2005 Diese Neuerscheinung macht schon einmal mit dem Etikett Ersteinspielung auf sich...

Diese Neuerscheinung macht schon einmal mit dem Etikett Ersteinspielung auf sich aufmerksam, das stimmt und betrifft das 2. und das 3. Quartett. Sie lenkt das Augenmerk einerseits auf unbekannte Musik in ausgesprochen attraktiver Besetzung, zum anderen aber auch auf ein Stück deutscher Musikgeschichte, die ebenfalls weitestgehend in Vergessenheit geriet – die Geschichte der Hofkapelle zu Mecklenburg-Schwerin. Diese ist immerhin 1593 gegründet und gehört zu den ältesten deutschen Kapellen überhaupt. Und zu Lebzeiten Massonneaus zählte sie auch zu den besten.

Eine gute Hofkapelle brachte den Adligen Reputation, also war die Konkurrenz heftig und das Gerangel um das Ranggefüge sicher filmreif, wie man aus den erhaltenen Quellen weiß. Dazu zählen auch die akribischen Aufzeichnungen aller gespielten Werke, die Louis Massonneau nach rund 35 Jahren Kapellmeistertätigkeit in Mecklenburg hinterlassen hat.

Massonneau, französischer Abstammung, kannte das Hofleben von Kindesbeinen an. Sein Vater war Küchenmeister am Hof zu Kassel, also schon in privilegierter Position. Der Junge lernte Violine und Komponieren und erhielt in Kassel auch seine erste Stelle. Zweimal hat er dann versucht, bei der Mecklenburger Hofkapelle einen Posten zu bekommen. Nach einem Probegastspiel wurde er als 37-jähriger endlich engagiert und blieb dort bis zu seiner Pensionierung. Hochbetagt starb Massonneau in Ludwigslust. Zu Lebzeiten wurde er gerühmt für seine "charmanten" Kompositionen (Spohr): Sinfonien, Streichquartette, Kammermusik, Lieder und anderes, teilweise relativ schnell gedruckt und auch rezensiert. Später, in Ludwigslust, komponierte er vor allem Kirchenmusik, die Handschriften schlummern noch in den Bibliotheken.

Die Oboenquartette sind als Zyklus komponiert, alle in der gleichen Dreiteilung mit der Satzfolge schnell-langsam-schnell. Massonneau hat sich von der gängigen Literatur inspirieren lassen, ist also kein Neuerer, bringt aber so manches besondereTalent mit ein. Er hat ein Händchen für einprägsame Melodien, wandert geschickt durch nahe und ferne Tonarten, baut kleine Überraschungen in den Ablauf ein, besitzt sogar Haydn’schen Witz. Und das Schöne an der Sache – kein Satz fällt ab, wie man das so oft bei den "Kleinmeistern" konstatiert. Die Stimmen sind gleichberechtigt, also keineswegs als Oboe plus Begleitung anzusehen.

Das Ensemble Più, das sich aus nordrhein-westfälischen Orchestermusikern zusammensetzt, macht seine Sache gut. Der Oboist Andreas Gosling vermag sich mit der nötigen Virtuosität in Szene zu setzen, mit den drei Streichern ist er harmonisch eingespielt. Der Einsatz der Musiker für den unbekannten Massonneau und die Edition (Ausgabe mit moderner Technik als SACD) sind verdienstvoll. Leider ist die grafische Gestaltung des Booklets lieblos, denn weder der Komponist noch seine Wirkungsstätte tauchen in Abbildungen auf. Und das Foto des Ensembles – am Meeresstrand im Frack musizierend – passt auch nicht so recht. Die Musik von Louis Massonneau jedoch ist es wert, und vielleicht dient diese Neuerscheinung als Anstoß, auch seine Kirchenkompositionen oder seine Sinfonien einmal einer Prüfung zu unterziehen.
www.musikansich.de

Rezension www.musikansich.de Oktober 2005 | Sven Kerkhoff | 1. Oktober 2005 Dekorativ

Den nachhaltigsten Eindruck hinterlässt bei dieser SACD das Klangbild: Bei...
Ensemble - Magazin für Kammermusik

Rezension Ensemble - Magazin für Kammermusik 5/2005 | Georg Waßmuth | 1. Oktober 2005 Ersteinspielungen

Louis Massonneau war ein fleißiger Mann. Neben zahlreichen Autografen lagert...

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