Rezension Pizzicato 9/2005 | Guy Wagner | 1. September 2005 Nachdenken über Schubert
Über das Mandelring Quartett, bestehend aus Sebastian Schmidt, Nanette Schmidt, Roland Glassl und Bernhardt Schmidt, haben wir auf diesen Seiten schon viel gutes berichtet (siehe Pizzicato 3/2004). Nach den Quartetten d-Moll, D. 810 „Der Tod und das Mädchen“ und Es-Dur, D. 87, liegt nun eine zweite CD, diesmal als SACD, vor, und man darf sich freuen, dass hier eine Schubert-Integrale der Streichquartette im Aufbau ist, die zu den Wichtigsten überhaupt gezählt werden muss.
Auch in dieser Einspielung schaffen es die vier Musiker, eine „Stimmung“ zu erzeugen, die sofort gefangen nimmt. Sie enthält das bekannte Quartett in a-Moll, D. 804 „Rosamunde“ und das etwas vernachlässigte aber ungemein intensive Quartett in E-Dur, D. 353 von 1816, als Schubert erste Ausbrüche aus dem Elternhaus wagt und bei seiner Bewerbung um eine Lehrstelle in Laibach (Ljubljana) scheitert, was ihm ermöglicht hätte zu heiraten.
Wie in der vorhergehenden Einspielung beeindrucken die Natürlichkeit und das Engagement mit dem Schuberts intensive und ergreifende Musik zum Klingen gebracht wird. Technische Schwierigkeiten gibt es für die Interpreten keine; ihr Zusammenspiel und ihr Zwiegespräch sind makellos. Ihr Wissen um das Leben und das Leiden des Komponisten ermöglicht ihnen zudem, die ganze Bandbreite der Gefühle aufzuzeigen, die in diesen Werken, insbesondere im sogenannten Rosamunde-Quartett zum Ausdruck kommt. Wenn wir Vol. 2 dieser Integrale allerdings als etwas weniger zwingend ansehen als Vol. 1, so vor allem, weil das halluzinierende Menuett aus op. 29 nicht die Tiefe und Unerbittlichkeit erreicht, die die Interpretation von „Der Tod und das Mädchen“ hat.
Hingegen ist die Deutung des E-Dur-Quartetts überwältigend. Zudem hat die Aufnahmequalität im Surround-Sound eine Unmittelbarkeit, die den Zuhörer noch enger ins Geschehen einbezieht.
Auch in dieser Einspielung schaffen es die vier Musiker, eine „Stimmung“ zu erzeugen, die sofort gefangen nimmt. Sie enthält das bekannte Quartett in a-Moll, D. 804 „Rosamunde“ und das etwas vernachlässigte aber ungemein intensive Quartett in E-Dur, D. 353 von 1816, als Schubert erste Ausbrüche aus dem Elternhaus wagt und bei seiner Bewerbung um eine Lehrstelle in Laibach (Ljubljana) scheitert, was ihm ermöglicht hätte zu heiraten.
Wie in der vorhergehenden Einspielung beeindrucken die Natürlichkeit und das Engagement mit dem Schuberts intensive und ergreifende Musik zum Klingen gebracht wird. Technische Schwierigkeiten gibt es für die Interpreten keine; ihr Zusammenspiel und ihr Zwiegespräch sind makellos. Ihr Wissen um das Leben und das Leiden des Komponisten ermöglicht ihnen zudem, die ganze Bandbreite der Gefühle aufzuzeigen, die in diesen Werken, insbesondere im sogenannten Rosamunde-Quartett zum Ausdruck kommt. Wenn wir Vol. 2 dieser Integrale allerdings als etwas weniger zwingend ansehen als Vol. 1, so vor allem, weil das halluzinierende Menuett aus op. 29 nicht die Tiefe und Unerbittlichkeit erreicht, die die Interpretation von „Der Tod und das Mädchen“ hat.
Hingegen ist die Deutung des E-Dur-Quartetts überwältigend. Zudem hat die Aufnahmequalität im Surround-Sound eine Unmittelbarkeit, die den Zuhörer noch enger ins Geschehen einbezieht.