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Rohrblatt

Rezension Rohrblatt 4/2005 | Diether Steppuhn | 1. Dezember 2005 Das Hoforchester in Ludwigslust genoß unter Herzog Friedrich Franz I. von...

Das Hoforchester in Ludwigslust genoß unter Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin (1756-1837) einen hervorragenden Ruf: Nicht nur Sänger, sowohl Solisten als auch Chormitglieder, hatten hohes Niveau – Vokalmusik wurde in Ludwigslust besonders gepflegt –, auch bekannte Instrumentalisten suchten Anstellung beim Herzog. Antonio Rosetti etwa ging nach sechzehn Jahren fruchtbarer Tätigkeit am Fürstenhof in Oettingen-Wallerstein im Sommer 1789 nach Ludwigslust, wo man ihm ein höheres Salär gewährte als im Ries. Zu den Komponisten und Instrumentalisten um und nach Mozart gehört auch Louis Massonneau, in Kassel 1766 als Sohn eines französischen Küchenmeisters geboren und von früher Jugend an im Violinspiel und in der Kompositionskunst unterrichtet. Er wirkte an verschiedenen Fürstenhöfen, in Göttingen, in Frankfurt und in Detmold, bevor auch er in Ludwigslust 1802 – zehn Jahre nach Rosettis Tod – eine Anstellung fand und dort bis zu seinem Tod 46 Jahre lang musikalisch tätig war.

In Ludwigslust entstanden vor allem Vokalwerke, vorher hatte Massonneau aber auch Instrumentales komponiert, darunter vermutlich in seiner Dessauer Zeit die drei Oboenquartette, die hier vorgestellt werden. Ihre Kopfsätze mit energischem Drive geben der Oboe viele eingängige und oft virtuos ausgearbeitete Melodien. Massonneau muß das Schaffen seiner Zeitgenossen gut gekannt haben: der Adagio-Mittelsatz der ersten und vor allem der Andante-Mittelsatz der zweiten Sonate etwa erinnern mit ihren für den Solisten schmeichelhaften Pizzicato-Begleitungen über sparsame Streichersequenzen an Mittelsätze beispielsweise in Mozarts Violinkonzert KV 216 oder in Hummels Trompetenkonzert E-Dur: das erste Adagio enthält einen überraschenden Moll-Teil und verlangte bei Sprüngen in ganz hohe Lagen noch mehr an höchster Spielkunst als heute, weil es damals noch keine Oktavklappen gab; aufhorchen läßt auch der Andante-Mittelsatz des letzten Werks in C-Dur, der – gleichfalls als Variationssequenz konzipiert – den Streichern immer wieder solistisches Brillieren erlaubt, aber auch dem Oboisten mit Zweiunddreißigstel-Läufen hohe Technik abverlangt.

Die Schlußsätze sind stets heiter beschwingt, im F-Dur-Quartett abwechslungsreich als Variationsfolge komponiert – einmal wird der Oboe sogar ein dreigestrichenes Sforzato-e zugemutet.

Diese drei hübschen Oboenquartette – zwei davon als Ersteinspielung – sind auf dieser SACD in angenehmer Raumtechnik ohrenschmeichlerische Preziosen einer Zeit, in der rund um das uns noch heute Bekannte unendlich viel „Auch Schönes“ komponiert wurde und nicht nur die damaligen Hörer erfreute, sondern auch zu unserem Entzücken ein unendlich viel größeres Spektrum kleiner und großer Meisterschaft zur Zeit der Wiener Klassik und in den Folgejahren eröffnet.
Classica-Répertoire

Rezension Classica-Répertoire Octobre 2005 | Philippe van den Bosch | 1. Oktober 2005 Discophage : les meilleures prises de son

Ces deux SACD se caractérisent par leur finesse, qui répond au sérieux du jeu...
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Rezension Diapason Octobre 2005 | Benoît Fauchet | 1. Oktober 2005 La Messe en la bémol (1828), chef-d'œuvre de synthèse spirituelle et...

La Messe en la bémol (1828), chef-d'œuvre de synthèse spirituelle et musicale, jouit d'une discographie luxueuse, presque idéale ; à elle seule, la Radio bavaroise en a fourni deux des interprétations les plus abouties, sous Sawallisch (Emi) puis Giulini (Sony) : à la justesse perpétuelle de ton, fruit d'une approche souple et ductile du premier a répondu la vision très creusée, parfaitement unifiée, du second. Ce live capté quelques années plus tôt ne peut prétendre à une telle postérité, fût-il offert dans un nouveau son, en SACD. Bien installé dans son règne munichois (1961-1979), Kubelik ose une option très personnelle, aérée et articulée, mais qui pose davantage de questions qu'elle n'en résout. Ainsi dès l'entame, cette Messe oppose à l'oreille son esthétique tout en petites césures : pour autant la phrase respire-t-elle, vit-elle vraiment ? Plus loin (Gloria), pourquoi le chœur, qui bonifiera en quelques décennies, propose-t-il ces « Glorificamus te » si verticaux, statiques ? Et nous passons sur le jeu des cordes, étonnamment plus rêches que soyeuses, des fugues par trop empesées ou heurtées, l'intonation un peu problématique (« Miserere » !). Jour sans ? Ce serait occulter les rais de lumière qui traversent de part en part la lecture de Kubelik, comme dans le thème en croix de l'Agnus Dei, qui esquisse des reliefs choraux saisissants (le pupitre de mezzos !). Et le plateau de solistes, bien que peu sollicité dans cette œuvre, est d'une maîtrise remarquable.

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