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ORF Ö1

Rezension ORF Ö1 Mittwoch, 23. Jänner und Mittwoch, 30. Jänner 2008, 10:05 Uhr | Johannes Leopold Mayer | 23. Januar 2008 Ein Gipfelsturm mit Bruckner

1971 erarbeitete Karl Böhm mit dem Symphonieorchester des bayerischen Rundfunks Anton Bruckners 8. Symphonie. Er legte seiner Aufnahme - was damals etwa Dirigenten wie Karajan oder auch Haiting noch nicht oder aus Überzeugung überhaupt nicht taten - die von Leopold Novak vorgelegte musikwissenschaftlich korrekte zweite Fassung zugrunde - und Kenner der Materie werden dies und die konsequente Tempowahl, die der von Bruckner geforderten Langsamkeit voll gerecht wird, zu schätzen wissen. Im historischen Kontext ist diese Aufnahme eine interpretatorische Rarität.
American Record Guide

Rezension American Record Guide May/June 2007 - Vol. 70, No 3 | Paul L. Althouse | 1. Mai 2007 After completing his second string quintet in 1890, Brahms declared his...

After completing his second string quintet in 1890, Brahms declared his intention to retire at age 57. We are glad he changed his mind, and before his death in 1896 he wrote several memorable pieces: 20 short piano works and four chamber pieces for clarinet, three of them included here.

This is quite wonderful. Campbell, a Canadian native who studied with Robert Marcellus, is a terrific player with excellent breath control and pure, non-wheezy tone. He sounds good at all dynamic levels and uses no vibrato (unlike, for example, Stoltzman in the slow movements of the sonatas). Campbell has surrounded himself with talented colleagues. I was particularly impressed with some deft playing by pianist Jean-Pascal Meyer in the trio, but in truth all the players deserve high praise for bringing these late, autumnal works to life so beautifully.

As our Overview (S/O 2006) pointed out, there are several fine recordings of Brahms’s clarinet pieces, but this one is certainly worthy of inclusion.
Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 12. Dezember 2007 | Norbert Christen | 12. Dezember 2007 In Deutschland war es lange Zeit Tradition, fremdsprachige Opern in deutschen...

In Deutschland war es lange Zeit Tradition, fremdsprachige Opern in deutschen Übersetzungen aufzuführen, eine bis in die 50/60er-Jahre gängige Praxis, die damals auch von den Rundfunkanstalten übernommen wurde und heute noch vor allem an kleineren Theatern wie überwiegend auch an Zweithäusern (Gärtnerplatztheater München, Komische Oper Berlin, Volksoper Wien) gepflegt wird. Das Argument hierfür erschien ebenso einfach wie einleuchtend: der Opernzuschauer sollte verstehen, was auf der Bühne gesungen wird. In den 50er-Jahren war es vor allem Herbert von Karajan - von 1957 bis 1964 Wiener Staatsoperndirektor und zugleich einer der Hauptdirigenten der Mailändern Scala - der sich nachhaltig für die Originalsprache einsetzte, denn er war interessiert daran, Scala-Produktionen mit italienischen Sängern nach Wien zu bringen. Diese Praxis, die von immer mehr Theatern übernommen wurde, begünstigte den Austausch internationaler Stars, die ihre Partien nur jeweils in der Originalsprache lernten und mit dieser Grundeinstudierung international gastieren konnten; und natürlich folgten alsbald auch die großen international operierenden Schallplattengesellschaften diesem Prinzip.

Der vorliegenden Aufnahme, einer Rundfunkproduktion des RIAS von 1950, liegt, von einigen Neuerungen abgesehen, die alte deutsche Übersetzung von Johann Christoph Grünbaum (1787-1870) zugrunde, die sich zwar lange Zeit großer Popularität erfreute, aber heute doch in ihrer Wortwahl etwas obsolet anmutet und inhaltlich dem Originaltext oft nur annähernd gerecht wird. Gleichwohl hat die Einspielung in rein musikalischer Hinsicht nichts von ihrer ursprünglichen Wirkung verloren. Zum einen ist hier ein faszinierender Ferenc Fricsay zu erleben, der Partiturgenauigkeit und orchestrale Präzision mit dramatischem Feuer und lyrischer Verinnerlichung verbindet. Was die Sänger betrifft, so gehörten alle drei Protagonisten zu jenen, die sich zwar schon in den 30er-Jahren einen Namen gemacht hatten, aber erst nach dem 2.Weltkrieg eine glänzende internationale Karriere durchliefen: der Bariton Josef Metternich, der lange Zeit der Bayerischen Staatsoper verbunden und im deutschen wie im italienischen Fach überaus erfolgreich war; Rita Streich, die in den 50er- und 60er-Jahren zu den ersten Koloratursopranistinnen zählte und vor allem in Mozart- und Strausspartien brillierte; und schließlich Rudolf Schock, den viele wohl primär als Operettenkünstler und singenden Filmschauspieler in Erinnerung haben, der aber bis etwa 1960 zu den vielbeachteten lyrischen Tenören Deutschlands gehörte der an großen Häusern wie in Salzburg und Bayreuth auftrat. In dieser Aufnahme zeigen sich alle drei stimmlich von ihrer besten Seite, insbesondere Josef Metternich, der darüber hinaus beeindruckende gestalterische Fähigkeiten und eine absolut vorbildliche Diktion erkennen lässt - eine Aufnahme, die trotz der großen originalsprachlichen Konkurrenz durchaus Interesse beanspruchen darf und ihre Opernfreunde finden wird.

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