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Piano News

Rezension Piano News Januar / Februar I/2012 | Carsten Dürer | 1. Januar 2012 Virtuosität nicht als Selbstzweck

Noch nicht ganz verklungen sind die Einspielungen des Liszt-Jahres. So gibt es...
Südwest Presse

Rezension Südwest Presse Freitag,16. Dezember 2011 | Jürgen Kanold | 16. Dezember 2011 Aufregend schön

Die Klassiker, Beethoven vor allem, hat eigentlich jeder schon im...
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 219 - 1/2012 | 1. Januar 2012 Superlativ

Die Gesamteinspielung der Shostakovich-Quartette durch das Mandelring Quartett (Sebastian und Nanette Schmidt, Violinen, Roland Glassl, Viola, und Bernhard Schmidt, Cello) ist in diesen Spalten von Guy Wagner anhand der CD-Einzelveröffentlichungen ausführlich besprochen worden.

Es seien Deutungen, die weit über Annäherungsversuche an den Komponisten hinausgehen und sehr persönliche und überzeugende Lösungen darstellen, schrieb der Rezensent: "Vor allem aber ist es die profunde geistige Dimension von Shostakovichs Musik, die offen gelegt wird. Hier geschieht ein Eindringen in die tiefsten Tiefen dieser Kompositionen. Jeder Satz erhält seine individuelle Charakterisierung, jede Stimmung wird ausgeleuchtet, jeder Kontrast ist bis zur letzten Konsequenz durchgespielt. (…) Die Intensität der vier Musiker lässt zu keinem Augenblick nach. Hinzu kommt das erforderte Wissen um das 'Dahinter'". Dadurch verdichtet sich ihre spielerisch-technisch überragende Darbietung zu einer visionären Deutung, die allen, wirklich allen Aspekten der einzigartigen Musik auf einmalige Weise gerecht wird, zumal die SACD-Aufnahme überragend in ihrer Transparenz und Wärme ist. Kein Zweifel: Dies ist DIE Integrale für heute, die sich von Ausgabe zu Ausgabe gesteigert hat, um einsame Größe zu erreichen. Dank dafür."
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 219 - 1/2012 | Guy Engels | 1. Januar 2012 Zum Bersten spannend

Mit seinem Divertimento griff Igor Strawinsky die klassische Tradition eines Haydn oder Mozart auf. Er machte das mit der ihm eigenen, stark rhythmisierten Tonsprache, mit der uns diese Aufnahme zu allererst packt. Das Duo Ingolfsson-Stoupel spielt höchst kommunikativ, nimmt die Zuhörer mit auf eine spannende musikalische Zeitreise. Judith Ingolfsson entlockt ihrer Violine eine schier unbegrenzte Palette an Tönen – hier und da filigran und sanft, dann wiederum kraftvoll, energiegeladen. Dabei lässt das Duo nie die hintergründige, humoristische Note des Genres vermissen.

Dmitri Shostakovich hat die Violinsonate op. 134 in seinen letzten Lebensjahren geschrieben, Jahre, die vom körperlichen Verfall des Komponisten gezeichnet sind. Selbst wenn man das Werk nicht zu sehr biographisch deuten sollte, ist der Abgesang an das Leben nicht zu überhören. Mit bestechender Rhetorik arbeiten Judith Ingolfsson und Vladimir Stoupel die recht morbide Stimmung des Werkes heraus. Sie gestalten die Sonate scharf und pointiert im Allegretto, mit schicksalhafter Wucht und einem regelrechten Gewitter an Emotionen im abschließenden Largo.
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 219 - 1/2012 | Alain Steffen | 1. Januar 2012 Klemperer, der Bildhauer

Wenn man von den großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts schwärmt, dann spricht man in erster Linie von Wilhelm Furtwängler, Arturo Toscanini, Bruno Walter und Herbert von Karajan. Einer der immer gerne vergessen wird, ist Otto Klemperer, ein Dirigent, der für mich unbedingt in einem gleichen Atemzug mit den oben genannten erwähnt werden muss. Klemperer war ein Bildhauer, der oft schroffe, dunkle Klänge und harte Akzente in seinen Interpretationen bevorzugte, und das in einer Zeit, wo der große Atem Furtwänglers als das Höchste angesehen wurde. Doch hört man genau hin, so besitzen Klemperers atemberaubende Deutungen die gleiche Tiefe und die gleiche Intensität, nur dass er sie eben anders darstellt. Nämlich weniger gefällig. Kein anderer Dirigent hat es fertiggebracht, die Symphonien Beethovens so düster und archaisch zu interpretieren wie eben Klemperer.

Die hier vorliegende Box von Audite mit fünf CDs lässt die Legende Klemperer noch einmal aufleben. Es sind auch hier wieder die Symphonien Beethovens, nämlich die Zweite, die Dritte, die Sechste und das 3. Klavierkonzert, die aufhorchen lassen. Es ist ein gewaltiger Beethoven, den uns Klemperer hier vorführt, mit einer Musik, die wie aus Stein gemeißelt ist. Und dennoch sind die Interpretationen enorm intensiv und emotional. Auch Mozarts Symphonien Nr. 25, 29 und 38, sowie seine 'Serenata Notturna' und die 'Don Giovanni'-Ouvertüre belegen, dass Klemperers Deutungen auch heute noch aktuell und weitaus faszinierender sind, als die vielen kleinkalibrigen Deutungen, die uns heute gerne als das absolut Optimale verkauft werden.

In dem Sinne ist auch die sehr dramatische und unter Klemperer gar nicht so harmlose 4. Symphonie von Gustav Mahler zu sehen. Auch Klemperers meisterliche Interpretation der 'Nobilissima Visione'-Suite von Paul Hindemith vermag durchaus zu faszinieren, während die beiden Solisten Hans-Erich Riebensahm, Klavier (Beethoven) und Elfriede Trötschel, Sopran (Mahler) einen guten Eindruck hinterlassen.

Die Aufnahmen zeigen das RIAS-Symphonieorchester resp. das Radio-Symphonie-Orchester Berlin in Bestform. Technisch sind diese Audite-Produktionen klanglich hervorragend bearbeitet worden und entsprechen dem von Klemperer angestrebten dunkel timbrierten und kraftvollen Klangbild.
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 219 - 1/2012 | Guy Wagner | 1. Januar 2012 Wertvolles Archivstück

Dies ist eine willkommene Ausgrabung, denn es gibt nicht viele Tondokumente, die uns die Kunst von Leo Blech (1871-1958) verdeutlichen. Leo Blech, als Wunderkind gefeiert, war Komponist und Dirigent, und verdankte während der Nazizeit mehrmals sein Leben Heinz Tietjen. Schließlich konnte er ins neutrale Schweden entkommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er einer der wenigen, die recht bald (1949) ins zerstörte Deutschland zurückkehrten, wo er Generalmusikdirektor an der Städtischen Oper in Berlin-Charlottenburg wurde.

Die hier vorliegende Einspielung entstand 1950 mit dem RIAS-Orchester und einem anderen, etwas vergessenen Interpreten, dem ungarischen Pianisten Julian von Karolyi (1914-1993), der wegen seiner technischen Brillanz berühmt und seiner pianistischen Exzesse gefürchtet war. Der rigorosen Stabführung von Blech, der sehr mäßige Tempi benutzt, fügt Karolyi sich erstaunlich willig und gestaltet das f-Moll Konzert von Chopin mit ungemein viel Poesie und Delikatesse, schafft emotionale Höhepunkte und gewinnt dem Finale etwas Tänzerisches ab, das bezaubert.

Blech hat, so heißt es, Schuberts 'große' Symphonie besonders gemocht. Seine feierliche, schon fast behäbig zu bewertende Interpretation liegt in der Wiener romantischen Tradition verankert und führt zu einem besonders schönen Gesang der Bläser des RIAS-Orchesters. Am interessantesten erscheint das Andante con moto, dem Blech eine große Farbigkeit und Lebendigkeit verleiht. Sehr energisch geht er das Scherzo an und rückt es in die Nähe Beethovens, während das Finale zwar rhythmisch prägnant ist, doch etwas an Größe und Elan darbt. Trotzdem ist dies zweifellos ein wertvolles CD-Dokument, dem allerdings das Alter der Aufnahme anzumerken ist.
Hessischer Rundfunk

Rezension Hessischer Rundfunk hr2-Kultur: Der CD-Tipp, Mittwoch, 28.12.2011, 13.05-13.30 Uhr | Niels Kaiser | 28. Dezember 2011 CD-Tipp

Es begrüßt Sie ganz herzlich Niels Kaiser. Unsere heutige CD stellt an den...

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