Rezension Fono Forum März 2014 | Marcus Stäbler | 1. März 2014 Mendelssohn romantisch
Mit dem dritten Teil seiner Mendelssohn-Gesamtaufnahme setzt das Mandelring-Quartett den Weg weiter fort, den es bereits in den beiden ersten Folgen eingeschlagen hat. Das Ensemble offenbart das innere Feuer der Musik – und korrigiert damit das Bild des vermeintlich onkelhaft schreibenden Komponisten, wie es der Zyklus op. 44 nahezulegen scheint.
Gerade das Quartett op. 44.3 ist geradezu demonstrativ klassisch angelegt. Aber das betrifft vor allem die äußere Form, in der die Freiheiten der frühen Quartette zurückgenommen sind. Was sich innerhalb dieses konservativ anmutenden Rahmens abspielt, ist jedoch alles andere als brav. Zumindest in der schlüssigen Interpretation des Mandelring Quartetts. Die virtuosen Figuren im ersten Satz aus op. 44,3 etwa sind keine nette Spielerei, sondern Ausdruck einer starken Erregung und Dringlichkeit. Die Musik klingt wie unter Strom gesetzt, auch weil die Aufnahme das Spiel des Ensembles sehr direkt und griffig abbildet. Mit glühendem Ton fördern die Streicher die nervöse Gespanntheit und die Schwelgerei der Musik zu Tage. Mendelssohn ist hier ganz Romantiker und scheint die klassischen Formen bisweilen zu sprengen.
Neben dem feurigen Temperament und den gesanglichen Melodien ist auch der Elfenzauber ein Markenzeichen von Mendelssohns Klangsprache. So scheint etwa das Scherzo aus seinem frühen Streichoktett von kleinen Fabelwesen bevölkert zu sein. Gemeinsam mit den Kollegen vom Quartetto di Cremona schaffen die Mandelrings hier eine zauberhafte Szenerie. Es wirbelt, wispert, spukt und raschelt an jeder Ecke. Ein starker Auftritt, mit dem die Formation ganz klar in Richtung Referenzaufnahme unterwegs ist.
Gerade das Quartett op. 44.3 ist geradezu demonstrativ klassisch angelegt. Aber das betrifft vor allem die äußere Form, in der die Freiheiten der frühen Quartette zurückgenommen sind. Was sich innerhalb dieses konservativ anmutenden Rahmens abspielt, ist jedoch alles andere als brav. Zumindest in der schlüssigen Interpretation des Mandelring Quartetts. Die virtuosen Figuren im ersten Satz aus op. 44,3 etwa sind keine nette Spielerei, sondern Ausdruck einer starken Erregung und Dringlichkeit. Die Musik klingt wie unter Strom gesetzt, auch weil die Aufnahme das Spiel des Ensembles sehr direkt und griffig abbildet. Mit glühendem Ton fördern die Streicher die nervöse Gespanntheit und die Schwelgerei der Musik zu Tage. Mendelssohn ist hier ganz Romantiker und scheint die klassischen Formen bisweilen zu sprengen.
Neben dem feurigen Temperament und den gesanglichen Melodien ist auch der Elfenzauber ein Markenzeichen von Mendelssohns Klangsprache. So scheint etwa das Scherzo aus seinem frühen Streichoktett von kleinen Fabelwesen bevölkert zu sein. Gemeinsam mit den Kollegen vom Quartetto di Cremona schaffen die Mandelrings hier eine zauberhafte Szenerie. Es wirbelt, wispert, spukt und raschelt an jeder Ecke. Ein starker Auftritt, mit dem die Formation ganz klar in Richtung Referenzaufnahme unterwegs ist.