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International Piano

Rezension International Piano May/June 2006 | Erik Levi | May 1, 2006 To attribute a seriousness of purpose to Anna Malikova’s recent recording on...

To attribute a seriousness of purpose to Anna Malikova’s recent recording on Audite with the WDR Sinfonie Orchester Köln under Thomas Sanderling to the mere fact that her performance is the only one in this survey to have been recorded in Germany is surely over-simplistic. But there is little doubt that both soloist and conductor have approached the work from a more symphonic angle attempting to make the rhapsodic first movement sound as structurally lucid as possible. In the finale, Malikova opts for a surprisingly slow tempo, but such is the rhythmic incisiveness of her playing and the powerful support from the orchestra that the movement really builds to an impressive and convincing climax.
klassik.com

Rezension klassik.com 4. Juli 2006 | Paul Hübner | July 4, 2006 Seitenwechsel

Eine nicht alltägliche Produktion ist die neue CD 'Solos de Concours' des...
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio 27. Juni 2006 | Cornelia Schönberg | June 27, 2006 Sarah O'Brien, die Soloharfenistin der Münchner Philharmoniker, ist eine...

Sarah O'Brien, die Soloharfenistin der Münchner Philharmoniker, ist eine vielseitige Interpretin, die auch gern Kammermusik spielt, mit Ensembles für Neue Musik auftritt und als Professorin an mehreren Musikhochschulen unterrichtet.

Mit diesem Harfen-Recital präsentiert sie sich als Solistin und wirbt gleichzeitig durch eine geschickte Auswahl von Originalstücken für "ihr" Instrument. Das erscheint in Deutschland angebracht, da die Harfe hier nicht so geläufig ist wie in Frankreich oder den USA. Sarah O’Brien, für die die eigentliche Blütezeit der Harfe mit dem Impressionismus beginnt, glänzt mit ausgesprochen elegantem, virtuosem Spiel, das trotzdem die Strukturen der Stücke deutlich hervorhebt. Allerdings klingt die Harfe in dieser Aufnahme etwas hallig, das wirkt bei der Differenzierung der einzelnen Stimmen gerade in C. Ph. E. Bachs Sonate wie ein Weichzeichner.

Ein sympathisches, abwechslungsreiches Porträt, dem ich noch stärkere persönliche Konturen wünschen würde.
Fono Forum

Rezension Fono Forum 7/2006 | Martin Demmler | July 1, 2006 Taktischer Rückzug

Als Dimitri Schostakowitsch sein erstes Streichquartett komponierte, hatte er bereits fünf Sinfonien sowie zwei avancierte Opern vorgelegt. Vermutlich hätte er sich auch weiterhin auf diese Gattungen konzentriert, wäre da nicht 1936 die lebensbedrohende Kritik Stalins an seiner zweiten Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ gewesen, die ihn zu einem Umdenken zwang. Der Gefahr bewusst – viele seiner Freunde und Bekannten wurden in der Zeit der großen Säuberung deportiert oder ermordet –, wandte er sich fortan weniger angreifbaren Formaten wie der Kammermusik oder unterwürfigen Huldigungswerken zu und vereinfachte seinen Stil, um dem Vorwurf des Formalismus zu entgehen.

Geradezu klassizistisch wirkt sein 1938 entstandenes erstes Streichquartett, harmonisch simpel in C-Dur gehalten und durchsetzt von tänzerischen Rhythmen. Doch hinter dieser Fassade scheint immer wieder der wahre Schostakowitsch durch, ob in den ungewöhnlichen harmonischen Rückungen der langsamen Einleitung des Kopfsatzes oder in den grotesk-stürmischen Passagen des Finales. Gerade diese Elemente sind es, die das Mandelring-Quartett in seiner Interpretation betont. Eine ungemein inspirierte und klar strukturierte Aufnahme.

Geradezu volkstümlich gibt sich das 1944 entstandene zweite Quartett: Russische Volksweisen und Walzerklänge fasst Schostakowitsch zu einer suitenhaften Satzfolge zusammen. Auch hier betonen die Interpreten das Abgründige dieser Musik, die zwischen Totentanz und einer unwirklichen Fröhlichkeit changiert.

Das vierte Streichquartett wagte der Komponist erst nach dem Tod Stalins zu veröffentlichen, vier Jahre nach der Entstehung, obwohl auch in diesem Werk folkloristische Töne vorherrschen, vom Mandelring-Quartett schmissig und mit viel Verve umgesetzt.
Zeitzeichen

Rezension Zeitzeichen 7/2006 | Ralf Neite | July 1, 2006 Ins Herz

Es liegen 75 Jahre zwischen Tschaikowkys Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ und Prokofievs fünfter Symphonie. 75 Jahre, in denen die Musik von Grund auf revolutioniert wurde: Tschaikowsky zählte noch zu den Romantikern, Prokofiev wandelte bereits in den Fußstapfen des Avantgardismus, den die Neue Wiener Schule ins Rollen gebracht hatte. Und doch fällt bei oberflächlichem Hören der Zeitsprung zwischen den beiden Werken für einen Moment kaum auf: Tschaikowskys Ouvertüre schließt wie selbstverständlich an das Finale von Prokofievs fünfter Symphonie an. Ein faszinierender Querbezug tut sich auf.

Zu verdanken ist er Thomas Sanderling und dem Novosibirsk Academic Symphony Orchestra, kurz NASO, die die Komponisten auf einer CD vereinigt haben. Wer, wenn nicht Sanderling, wäre in der Lage, so tief in die russische Seele einzutauchen, dass dieser musikalische Zusammenschluss ganz natürlich und organisch wirkt? Sanderling, Absolvent des Konservatoriums in Leningrad, Leiter internationaler Opern- und Symphonieorchester (und seit 2002 ständiger Gastdirigent des NASO), hat bereits die deutschen Erstaufführungen der 13. und 14. Symphonie Dmitri Schostakowitschs dirigieren dürfen. Auch hatte er die Stabführung bei der Ersteinspielung von Schostakowitschs letztem Werk, der Michelangelo-Suite.

Mit dem sibirischen Orchester lotet Sanderling den ganzen Reichtum der letzten Schaffensphase Prokofievs aus. Russische Tradition und klassizistische Opulenz begegnen einem immer wieder nüchternen, dabei kraftvollen Ton. 1943, ein Jahr vor der Schaffung der fünften Symphonie, hatte Prokofiev in der Zeitung Istwestija über das Komponieren geschrieben: „Die Schreibweise muss klar und einfach, aber nicht schablonenhaft sein. Die Einfachheit darf nicht die alte Einfachheit, sondern muss eine neue sein.“ Klar, aber nicht schablonenhaft, selbst in den monumentalen Passagen: So klingt das Werk auch hier bei Sanderling und dem NASO.

Tschaikowskys leiser Einstieg in die Ouvertüre „Romeo und Julia“ wirkt nun wie ein zarter Nachgesang auf das zuvor Gehörte. Dort, wo Prokofiev auf spröde Kontrastwirkungen zielt, bevorzugt Tschaikowsky einen lustvollen, Klang. Wenn Prokofiev die Bläser herausstellt, vertraut Tschaikowsky auf die Pracht der Streicher. Doch beide treffen sich in der Genauigkeit ihrer dramatischen Zuspitzung. Und während man dem Verklingen Romeos und Julias nachlauscht, schwingen unterbewusst noch Prokofievs Melodien nach. Gemeinsam treffen sie ins Herz.
Süddeutsche Zeitung

Rezension Süddeutsche Zeitung 23. Juni 2006 | uhr | June 23, 2006 Rasender Orgel-Strom

Saarbrücken. Basilika-Kantor Bernhard Leonardy lädt zu geistlicher Musik auf...
Pizzicato

Rezension Pizzicato 6/2006 | Guy Wagner | June 1, 2006 Ich gestehe gerne, dass der Name Louis Massonneau mir bisher nichts gesagt hat....

Ich gestehe gerne, dass der Name Louis Massonneau mir bisher nichts gesagt hat. Sollte es daher wundernehmen, dass zwei der drei hier aufgenommenen Werke Ersteinspielungen sind? Ich gestehe genau so gerne, dass ich mir diese CD noch mehr als einmal anhören werde. Massonneau, französischen Ursprungs, in Kassel groß geworden, am Hofe zu Mecklenburg-Schwerin gestorben, hat dort viel gespielt und komponiert. Diese drei Quartette zeigen sein solides Metier, ein sicheres Talent und vor allem auch eine echte Inspiration, die an Haydn erinnert. Dazu sind die Werke fein gespielt vom Ensemble Più. Oboist Andreas Gosling überzeugt, die Streicher sind gleichberechtigte Partner: Eine schöne, exzellent aufgenommene Leistung (besonders prächtig ist das Andante des 2. Quartetts). Eine CD, die erfreut
und entspannt.

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