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Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 221 - 3/2012 | March 1, 2012 ICMA 2012: Historical Recording

Pizzicato: Supersonic – Fricsay hat Bartok nie weichgekocht, er serviert ihn uns in intensiv aufbereitetem rohen Zustand, mit viel Impetus und einer aufregenden Mischung aus Zynismus, Ironie, Resignation und leidenschaftlicher Beseeltheit.
Fono Forum

Rezension Fono Forum 12/2008 | Peter T. Köster | December 1, 2008 Historische Schätze im Sammelpack

[…] Das "amerikanischste" Orchester im Europa der Nachkriegszeit war ohne Frage das des RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) in Berlin, von seinem Chef Ferenc Fricsay unerbittlich zu Präzision und Transparenz erzogen und mit einer vorzüglichen Blechbläsergruppe ausgestattet. Die Aufnahmen des zu Unrecht oft vernachlässigten zweiten Klavierkonzerts von Tschaikowsky und des ersten Liszt-Konzerts fesseln gleichermaßen durch Shura Cherkasskys fulminantes Klavierspiel wie auch durch die aufregende Gestaltung des Orchesterparts durch Fricsay. Dass auch Gastdirigenten von den Qualitäten des Orchesters profitieren konnten, belegen die gestochen scharfen, ungewöhnlich gut durchhörbaren Einspielungen der üppigen Strauss-Partituren "Ein Heldenleben" und "Tod und Verklärung" unter Karl Böhm.

Ebenfalls in der erfreulich schnell wachsenden historischen Serie des Labels Audite ist die älteste erhaltene Konzertaufnahme des Verdi-Requiems unter Herbert von Karajan (Salzburg 1949) erschienen, die zum Vergleich einlädt mit dem fünf Jahre später entstandenen Mitschnitt aus dem Wiener Musikverein, den Orfeo zum Karajan-Jahr beisteuert. Nicht nur die Aufnahmetechnik beim österreichischen Rundfunk Rot-Weiß-Rot hatte sich in diesen Jahren beträchtlich weiterentwickelt, auch Karajans Konzept des Werkes hatte an Differenzierung und Geschlossenheit gewonnen. Beide Aufnahmen vermitteln eine Hochspannung, wie sie Karajans Studioeinspielungen des Werkes nicht erreichen. Während bei der älteren Aufnahme der Bassist Boris Christoff die anderen Solisten überragt, hatte Karajan 1954 mit Antonietta Stella, Oralia Dominguez, Nicolai Gedda und Giuseppe Modesti ein rundum ausgewogenes Sängerquartett zur Verfügung. Das gilt auch für Beethovens Neunte, die im Wiener Live-Mitschnitt von 1955 (mit Lisa della Casa, Hilde Rössel-Majdan, Waldemar Kmentt und Otto Edelmann) noch keineswegs so glatt und stromlinienförmig klingt wie in Karajans späteren Aufführungen.

Böhm und Karajan sind auch in einer dickleibigen Box vertreten, die kommentarlos eine Auswahl wichtiger Dirigenten präsentiert, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts am Pult der Berliner Philharmoniker standen. Freilich sprechen die Aufnahmen für sich: "Klassiker" wie Furtwänglers vierte Schumann, Knappertsbuschs achte Bruckner, Schurichts "Pastorale" oder Celibidaches "Italienische" gehören (obendrein so günstig angeboten) in den Schrank eines jeden Sammlers. Wer sich für zeitgenössische Musik interessiert, sollte sich die letzte Folge der Karel-Ancerl-Edition nicht entgehen lassen, die auf vier sorgfältig kommentierten CDs einen Überblick über das tschechische Musikschaffen zwischen Kriegsende und Prager Frühling gibt und mit einigen kommunistischen "Agitprop"-Werken auch ein Stück Zeitgeschichte dokumentiert. […]
Fono Forum

Rezension Fono Forum 12/2008 | Peter T. Köster | December 1, 2008 Historische Schätze im Sammelpack

[…] Das "amerikanischste" Orchester im Europa der Nachkriegszeit war ohne Frage das des RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) in Berlin, von seinem Chef Ferenc Fricsay unerbittlich zu Präzision und Transparenz erzogen und mit einer vorzüglichen Blechbläsergruppe ausgestattet. Die Aufnahmen des zu Unrecht oft vernachlässigten zweiten Klavierkonzerts von Tschaikowsky und des ersten Liszt-Konzerts fesseln gleichermaßen durch Shura Cherkasskys fulminantes Klavierspiel wie auch durch die aufregende Gestaltung des Orchesterparts durch Fricsay. Dass auch Gastdirigenten von den Qualitäten des Orchesters profitieren konnten, belegen die gestochen scharfen, ungewöhnlich gut durchhörbaren Einspielungen der üppigen Strauss-Partituren "Ein Heldenleben" und "Tod und Verklärung" unter Karl Böhm.

Ebenfalls in der erfreulich schnell wachsenden historischen Serie des Labels Audite ist die älteste erhaltene Konzertaufnahme des Verdi-Requiems unter Herbert von Karajan (Salzburg 1949) erschienen, die zum Vergleich einlädt mit dem fünf Jahre später entstandenen Mitschnitt aus dem Wiener Musikverein, den Orfeo zum Karajan-Jahr beisteuert. Nicht nur die Aufnahmetechnik beim österreichischen Rundfunk Rot-Weiß-Rot hatte sich in diesen Jahren beträchtlich weiterentwickelt, auch Karajans Konzept des Werkes hatte an Differenzierung und Geschlossenheit gewonnen. Beide Aufnahmen vermitteln eine Hochspannung, wie sie Karajans Studioeinspielungen des Werkes nicht erreichen. Während bei der älteren Aufnahme der Bassist Boris Christoff die anderen Solisten überragt, hatte Karajan 1954 mit Antonietta Stella, Oralia Dominguez, Nicolai Gedda und Giuseppe Modesti ein rundum ausgewogenes Sängerquartett zur Verfügung. Das gilt auch für Beethovens Neunte, die im Wiener Live-Mitschnitt von 1955 (mit Lisa della Casa, Hilde Rössel-Majdan, Waldemar Kmentt und Otto Edelmann) noch keineswegs so glatt und stromlinienförmig klingt wie in Karajans späteren Aufführungen.

Böhm und Karajan sind auch in einer dickleibigen Box vertreten, die kommentarlos eine Auswahl wichtiger Dirigenten präsentiert, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts am Pult der Berliner Philharmoniker standen. Freilich sprechen die Aufnahmen für sich: "Klassiker" wie Furtwänglers vierte Schumann, Knappertsbuschs achte Bruckner, Schurichts "Pastorale" oder Celibidaches "Italienische" gehören (obendrein so günstig angeboten) in den Schrank eines jeden Sammlers. Wer sich für zeitgenössische Musik interessiert, sollte sich die letzte Folge der Karel-Ancerl-Edition nicht entgehen lassen, die auf vier sorgfältig kommentierten CDs einen Überblick über das tschechische Musikschaffen zwischen Kriegsende und Prager Frühling gibt und mit einigen kommunistischen "Agitprop"-Werken auch ein Stück Zeitgeschichte dokumentiert. […]
Fono Forum

Rezension Fono Forum 12/2008 | Peter T. Köster | December 1, 2008 Historische Schätze im Sammelpack

[…] Das "amerikanischste" Orchester im Europa der Nachkriegszeit war ohne Frage das des RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) in Berlin, von seinem Chef Ferenc Fricsay unerbittlich zu Präzision und Transparenz erzogen und mit einer vorzüglichen Blechbläsergruppe ausgestattet. Die Aufnahmen des zu Unrecht oft vernachlässigten zweiten Klavierkonzerts von Tschaikowsky und des ersten Liszt-Konzerts fesseln gleichermaßen durch Shura Cherkasskys fulminantes Klavierspiel wie auch durch die aufregende Gestaltung des Orchesterparts durch Fricsay. Dass auch Gastdirigenten von den Qualitäten des Orchesters profitieren konnten, belegen die gestochen scharfen, ungewöhnlich gut durchhörbaren Einspielungen der üppigen Strauss-Partituren "Ein Heldenleben" und "Tod und Verklärung" unter Karl Böhm.

Ebenfalls in der erfreulich schnell wachsenden historischen Serie des Labels Audite ist die älteste erhaltene Konzertaufnahme des Verdi-Requiems unter Herbert von Karajan (Salzburg 1949) erschienen, die zum Vergleich einlädt mit dem fünf Jahre später entstandenen Mitschnitt aus dem Wiener Musikverein, den Orfeo zum Karajan-Jahr beisteuert. Nicht nur die Aufnahmetechnik beim österreichischen Rundfunk Rot-Weiß-Rot hatte sich in diesen Jahren beträchtlich weiterentwickelt, auch Karajans Konzept des Werkes hatte an Differenzierung und Geschlossenheit gewonnen. Beide Aufnahmen vermitteln eine Hochspannung, wie sie Karajans Studioeinspielungen des Werkes nicht erreichen. Während bei der älteren Aufnahme der Bassist Boris Christoff die anderen Solisten überragt, hatte Karajan 1954 mit Antonietta Stella, Oralia Dominguez, Nicolai Gedda und Giuseppe Modesti ein rundum ausgewogenes Sängerquartett zur Verfügung. Das gilt auch für Beethovens Neunte, die im Wiener Live-Mitschnitt von 1955 (mit Lisa della Casa, Hilde Rössel-Majdan, Waldemar Kmentt und Otto Edelmann) noch keineswegs so glatt und stromlinienförmig klingt wie in Karajans späteren Aufführungen.

Böhm und Karajan sind auch in einer dickleibigen Box vertreten, die kommentarlos eine Auswahl wichtiger Dirigenten präsentiert, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts am Pult der Berliner Philharmoniker standen. Freilich sprechen die Aufnahmen für sich: "Klassiker" wie Furtwänglers vierte Schumann, Knappertsbuschs achte Bruckner, Schurichts "Pastorale" oder Celibidaches "Italienische" gehören (obendrein so günstig angeboten) in den Schrank eines jeden Sammlers. Wer sich für zeitgenössische Musik interessiert, sollte sich die letzte Folge der Karel-Ancerl-Edition nicht entgehen lassen, die auf vier sorgfältig kommentierten CDs einen Überblick über das tschechische Musikschaffen zwischen Kriegsende und Prager Frühling gibt und mit einigen kommunistischen "Agitprop"-Werken auch ein Stück Zeitgeschichte dokumentiert. […]
Diverdi Magazin

Rezension Diverdi Magazin N° 163 / octubre 2007 | Blas Matamoro | October 1, 2007 Brahms y el brahmsismo

Brahms, aparte de ser uno de los grandes, suele emblematizar al conservatismo estético. Frente a Wagner, doctrinal, revolucionario y anunciador de un futuro brumoso pero lleno de novedades, Brahms sería el albacea de una herencia de siglos, romántica en su materia y clásica en sus formas. De hecho, nunca coincideron en un género, si acaso en las canciones wagnerianas sobre textos de Frau Wesendonck, suerte de notas al margen de Tristán e Isolda.

Hoy podemos deshacer el tópico brahmsiano. Si bien don Hans se valió de estructuras heredadas y consolidadas, no lo hizo en plan reminiscente sino añadiendo elementos inéditos, renovando el legado a su manera. Así se lo reconoció nada menos que Arnold Schönberg y al tema dedicó un minucioso y bello libro Massimo Mila. La polémica sigue abierta, pues ¿hasta qué punto no conservó la dodecafonía el semitono, la escritura pentagramática y la orquestación de toda la vida?

Estos compactos nos ofrecen un curioso y necesario paralelo entre cuartetos de Brahms y de dos "brahmsistas" contemporáneos. En el caso de Heinrich von Herzogenberg, a su devoción se une la de su mujer Elisabeth, que se escribió con Brahms unas 250 cartas de amistad encendida, ruegos y partituras dedicadas. A Brahms le atraían las mujeres de sus amigos, como Clara Schumann. Dejémonos de freudismos.

En cuanto a Félix Otto Desoff, mucho menos recordado que el anterior, se trata de un director de orquesta y pianista muy cercano a la carrera del compositor magistral. Redactando música se consideró siempre una suerte de alumno preferido. O sea que, en ambos casos, estamos ante una suerte de círculo de trabajo y afecto que redunda en el ejercicio de un lenguaje común. Ni Herzogenberg ni Desoff fueron Brahms, pero quisieron ser como él y lograron enriquecer el mundo brahmsiano. Al lado del modelo no empalidecen ni piden disculpas. Inventan, escriben, corrigen y he aquí las pruebas de una admiración estimulante.
Diverdi Magazin

Rezension Diverdi Magazin N° 163 / octubre 2007 | Blas Matamoro | October 1, 2007 Brahms y el brahmsismo

Brahms, aparte de ser uno de los grandes, suele emblematizar al conservatismo estético. Frente a Wagner, doctrinal, revolucionario y anunciador de un futuro brumoso pero lleno de novedades, Brahms sería el albacea de una herencia de siglos, romántica en su materia y clásica en sus formas. De hecho, nunca coincideron en un género, si acaso en las canciones wagnerianas sobre textos de Frau Wesendonck, suerte de notas al margen de Tristán e Isolda.

Hoy podemos deshacer el tópico brahmsiano. Si bien don Hans se valió de estructuras heredadas y consolidadas, no lo hizo en plan reminiscente sino añadiendo elementos inéditos, renovando el legado a su manera. Así se lo reconoció nada menos que Arnold Schönberg y al tema dedicó un minucioso y bello libro Massimo Mila. La polémica sigue abierta, pues ¿hasta qué punto no conservó la dodecafonía el semitono, la escritura pentagramática y la orquestación de toda la vida?

Estos compactos nos ofrecen un curioso y necesario paralelo entre cuartetos de Brahms y de dos "brahmsistas" contemporáneos. En el caso de Heinrich von Herzogenberg, a su devoción se une la de su mujer Elisabeth, que se escribió con Brahms unas 250 cartas de amistad encendida, ruegos y partituras dedicadas. A Brahms le atraían las mujeres de sus amigos, como Clara Schumann. Dejémonos de freudismos.

En cuanto a Félix Otto Desoff, mucho menos recordado que el anterior, se trata de un director de orquesta y pianista muy cercano a la carrera del compositor magistral. Redactando música se consideró siempre una suerte de alumno preferido. O sea que, en ambos casos, estamos ante una suerte de círculo de trabajo y afecto que redunda en el ejercicio de un lenguaje común. Ni Herzogenberg ni Desoff fueron Brahms, pero quisieron ser como él y lograron enriquecer el mundo brahmsiano. Al lado del modelo no empalidecen ni piden disculpas. Inventan, escriben, corrigen y he aquí las pruebas de una admiración estimulante.

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