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Rezension www.pizzicato.lu 27/11/2014 | Remy Franck | November 27, 2014 Furtwänglers letzte Neunte

Von Wilhem Furtwängler existieren etliche Aufnahmen von Beethovens 9. Symphonie, und alle sind auf allerhöchstem interpretatorischem Niveau. Welche man letztendlich vorzieht, ist Geschmackssache. Der hier vorliegende Mitschnitt aus Luzern hat den Vorteil, dass er klanglich gut restauriert wurde. Allerdings werden hier auch keine Wunder vollbracht, so dass die Einspielungen aus Bayreuth (1951, EMI und Naxos) und Wien (1953, DGG) klanglich vorzuziehen sind. Auch sind das Bayreuther Festspielorchester und die Wiener Philharmoniker spieltechnisch dem ‘Philharmonia Orchestra’ des Luzerner Mitschnitts haushoch überlegen. Es verging in Luzern schon einige Zeit, bis Furtwängler und das Orchester zu einem gemeinsamen Atem fanden und sich die Magie entwickeln konnte, die von Furtwänglers zwingenden Interpretationen ausging.

Konkret heißt das, dass es im 1. Satz sehr viele hörbare Unstimmigkeiten gibt, und der 2. Satz eher zögerlich gespielt wird. Erst ab dem Adagio beginnt der Zauber zu wirken, und es kommt zu einem Spiel von größter musikalischer Intensität. Der Luzerner Festspielchor singt auf gehobenem mittleren Niveau, während das Sängerquartett mit Schwarzkopf, Cavelti, Haefliger und Edelmann zu den besten gehört, die wir kennen.

Es ist dies ein Mitschnitt von Furtwänglers letztem Auftritt mit der Neunten, drei Monate später starb der große Dirigent. In diesem Sinne ist diese Aufnahme mehr ein historisches Dokument als eine wirkliche Referenzeinspielung.

When Furtwängler conducted his last performances of Beethoven’s Ninth Symphony, he and the Philharmonia Orchestra needed some time to adjust, so that the playing becomes extraordinary only from the Adagio on. So, consider this rather as an important historical document than as a premium musical experience.
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Rezension www.pizzicato.lu 09/12/2014 | Remy Franck | December 9, 2014 Passend zur Festzeit

Pünktlich zu den Festtagen zum Jahresende füllen sich die Regale mit neuen CD-Produktionen, die zur feierlichen Stimmung der Weihnachtszeit beitragen sollen. Wie immer ist die Auswahl groß, und ebenso sind es die Qualitätsunterschiede. Audite setzt mit „Stille Nacht“ auf seine bewährten und guten Archivaufarbeitungen. Diesmal sind es Aufnahmen mit dem exzellenten RIAS Kammerchor aus den Siebziger- und Achtzigerjahren.

Das Ensemble bietet ein Kaleidoskop aus sämtlichen Stilepochen – von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert, dies in bester chorischer Klangkultur. Interessant ist die durchweg romantische Klangsprache des Chores, die uns in der Retrospektive bewusst macht, dass die historisch informierte Aufführungspraxis vor nunmehr 40 Jahren noch in den Kinderschuhen steckte.

In Kinderschuhen stecken auch die Interpreten von ‘SingsalaSing’, eine Initiative der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg. Die jungen Sänger bieten ein abwechslungsreiches Programm in erfrischenden Arrangements, das sie mit viel Freude und Spaß am Singen darbieten.

Festive music with the highly professional RIAS Chamber Choir and the youth choir from Baden-Württemberg.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Rezension Westdeutsche Allgemeine Zeitung 03.12.2014 | LvG | December 3, 2014 Zur stillen Nacht

Die anspruchsvollen Chorsätze vom Barock bis zum 20. Jahrhundert sind ein Geschenk für Menschen, die zuhören können. [...] Das ist orchesterfreie Innigkeit, nicht gerade leichte Kost, kein Puderzucker-Geschmetter. Also eine Wohltat – und kein bunter Hitparaden-Teller.
Der Tagesspiegel

Rezension Der Tagesspiegel 07.12.2014 | Frederik Hanssen | December 7, 2014 Stille Nacht? Von wegen!

[...] leidenschaftliche Musik, handwerklich tadellos gearbeitet und genuin romantisch.
Image Hifi

Rezension Image Hifi I/2015 | Heinz Gelking | January 1, 2015 Früchte der Arbeit

Das Schweizer Klaviertrio hat jetzt drei davon auf hohem Niveau eingespielt. Streicher und Klavier stehen in schöner Balance, das Musizieren hat Energie, Transparenz und Homogenität – hörenswerte Werke in einer Top-Erstaufnahme.
Vårt Land

Rezension Vårt Land fredag 24. oktober 2014 | Olav Egil Aune | October 24, 2014 Store Dirigenter 2

Sanselig nærvær. Berlin-innspillingene faller naturligvis ikke som fløyel i øret, de er 60/70 år gamle – men: Lydmessig vesentlig oppjustert. De som leter etter Celibidache og hans musikk, hører forbi slikt. For nettopp ikke å gå glipp av noen store øyeblikk i musikkhistorien. Sanselig nærvær og våken registrering av omverdenen er ikke bare et fremtredende trekk i hans personlighet, det er en livsholdning. Som vi hører.
hifi & records

Rezension hifi & records 1/2015 | Uwe Steiner | January 1, 2015 Schumann ist der Komponist der Komponisten. Sein Enthusiasmus hat auf so manchen...

Wie in den vorausgegangenen beiden groß gelungenen Folgen lichtet Holliger den Orchestersatz auf und betont durch kongeniale, oft überraschende Detailarbeit den leidenschaftlichen Charakter dieser Musik. Der große Bogen der Vierten bleibt dabei stets gewahrt, vor allem ergeben die Stimmverdopplungen der Neuorchestration ihren klanglichen Sinn. In Oren Shevlin findet er einen kongenialen Solisten, der dem Cello-Konzert die nötige lyrische Versenkung und Melancholie gewährt.

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