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Augsburger Allgemeine

Rezension Augsburger Allgemeine Nr. 191 - FREITAG, 20. AUGUST 2021 | 20. August 2021 Von Italien lernen

[...] in der praktischen Ausführung ist dieses Album mit seinen verschiedenartigen Konzertbesetzungen (Violinen, Oboe, Orgel) ein Leckerbissen durch die Spielfreude des mit fesselnd aufgerautem Klang musizierenden Bach Collegiums.
BBC Radio 3

Rezension BBC Radio 3 31 Jul 2021 | 31. Juli 2021 BROADCAST

Now this next newcomer takes us to what it calls a place of muses and...
Deutschlandfunk

Rezension Deutschlandfunk 22.08.2021 | 22. August 2021 BROADCAST

Claudio Monteverdi hat ausschließlich Vokalwerke hinterlassen. Die aber stellen an den Organisten Krijn Koetsveld Fragen nach dem idealen Begleitinstrument. Wenn die Blockflötistin Julia Fritz Sonaten aus Monteverdis Umfeld spielt, lautet ihre Antwort: die Antegnati-Orgel in Mantua.

[…] Für die Palastkirche der Gonzaga in Mantua, die Basilika Santa Barbara, schrieb Monteverdi bis zu seinem Wechsel nach Venedig 1613 das Gros seiner geistlichen Werke, darunter auch die Marienvesper. Graziadio Antegnati errichtete in der Kirche 1565 eine Orgel mit einem Manual und angehängtem Pedal. Nach einer aufwändigen Restaurierung besitzt sie heute immerhin noch 300 der originalen Holz- und Metallpfeifen in ihren zwölf Registern vom profunden Kontrabassbereich bis in die zimbelartigen Terz- und Sextlagen der höheren Oktavräume.

Auf einer CD, die kürzlich beim Label Audite erschienen ist, spielt Johannes Hämmerle diese Orgel als Begleiter der Blockflötistin Julia Fritz. Sie hat ihr Solo-Programm aus Werken der Monteverdi-Zeitgenossen Angelo Notari und Giovanni Battista Fontana zusammengestellt.

Musik: Giovanni Battista Fontana – Sonata seconda

Für Violine oder wahlweise andere Instrumente hat Giovanni Battista Fontana aus Brescia die Solopartie von sechs Sonaten komponiert, die 1641 zeitgleich mit Monteverdis „Selva morale e spirituale“ in Venedig im Druck erschienen ist – da war Fontana allerdings schon mehr als zehn Jahre tot.

Dass sich diese brillanten Stücke hervorragend für eine Interpretation auf der Blockflöte eignen, macht Julia Fritz vom ersten Ton an deutlich. Die Preisträgerin des Magdeburger Telemann-Wettbewerbs 2015 ist inzwischen Professorin am Landeskonservatorium Vorarlberg in Feldkirch. Sie spielt mit souveräner Fingerfertigkeit und virtuoser Artikulation.

Ihr Vorarlberger Dozentenkollege Johannes Hämmerle setzt dazu in immer neuen Registerfarben die begleitenden Orgelakkorde, dass es eine Freude ist. Mühelos verbinden sie sich in der weiten Akustik des alten Kirchengewölbes mit den Tongirlanden der verschiedenen Sopran-, Alt- und Tenorblockflöten, die Julia Fritz je nach Charakter eines Stücks wählt.

Von der Empore herabperlende Tongirlanden
Julia Fritz steht auf der Empore neben Johannes Hämmerle; auf der anderen Seite der Orgel tritt gelegentlich die Sopranistin Magdalene Harer hinzu. Sie singt dann die liedhaften Arien, die Angelo Notari zum Ausgangspunkt instrumentaler Variationenfolgen wählt. In einer Ciaccona steuert Reinhild Waldek auf der Harfe federnde Begleitakkorde bei, deren Leichtigkeit auf die Orgelklänge abzufärben scheint. Den Dienst des Kalkanten für den auch in dieser Aufnahme „handgeschöpften“ Orgelwind hat der Toningenieur Thomas Becher übernommen.

Musik: Angelo Notari – Ciaccona

Angelo Notari, der vermutlich aus Padua stammte, trug den virtuosen Glanz der italienischen Barockmusik schon 1610 nach London. Dort hat er einen umfangreichen Manuskriptband hinterlassen, in dem Julia Fritz Preziosen wie die „Aria sopra la Monica“ gefunden hat – eine von mehreren Ersteinspielungen auf dieser CD. Notari bietet hier Paradebeispiele für die um 1600 übliche Diminutionspraxis: die phantasievolle figurative Ausgestaltung einer vorgegebenen Melodie.

Musik: Angelo Notari – Aria sopra la Monica

Ob diese kurzweilige Mischung aus Fontanas Sonaten und den eindeutig weltlichen Variationen Notaris wohl auch schon zu Monteverdis Zeiten in einem Gotteshaus geduldet worden wäre? Die populäre „Monica“-Weise erfreute sich damals zumindest auch bei protestantischen Kirchenliedschöpfern als Choralmelodie großer Wertschätzung.

Finale für Orgel solo
Das musikalische Schlusswort überlässt Julia Fritz ihrem Begleiter Johannes Hämmerle. Das zeigt Größe. An der Antegnati-Orgel spielt er eine Toccata von einem Mantuaner Kollegen Monteverdis, dem Hoforganisten Francesco Rovigo.

Musik: Francesco Rovigo – Toccata
Neue Musikzeitung

Rezension Neue Musikzeitung 9. August 2021 | 9. August 2021 HörBar

man [wird] den Solopart wohl nur selten in solch brillanter Konturenschärfe mit all seinen Facetten wahrgenommen haben. Marc Coppey erzählt mit jeder Phrase eine musikalische «Geschichte».
Süddeutsche Zeitung

Rezension Süddeutsche Zeitung 30. August 2021 | 30. August 2021 Zauberwelten

Die auf Wiederbelebung solcher Musik erpichte Sopranistin Dorothee Mields hat zusammen mit dem Boreas-Quartett-Bremen (vier Blockflöten!) ein Viertel dieser wundervollen Stücke aufgenommen: keusch und kühl und untergründig faszinierend. Margarete hätte eine Riesenfreude am Musizieren dieser fünf Frauen gehabt.
Piano News

Rezension Piano News 5/2021 | 1. September 2021 Höreindruck

Oh-Haveniths hochdifferenzierte Interpretationskunst macht das Hören dieser CDs zu einem Erlebnis. Jedes der Stücke von Schumanns "Träumerei" über Beethovens "Für Elise" bis hin zu Ravels "Jeux d'eau" atmet einen individuellen Ausdruck und legt Zeugnis ab, wie intensiv und wie gefühlvoll sich diese Pianistin mit den Werken beschäftigt hat und immer wieder neu beschäftigt.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 03/09/2021 | 3. September 2021 Am Hof der Fürstin Margarete von Österreich in Mechelen

Das Blockflöten-Consort Boreas Quartett Bremen und die Sopranistin Dorothee Mields erkunden eine wenig bekannte Musikhandschrift der Renaissance, den Basevi Codex, eine Sammlung franko-flämischer Chansons, Motetten und Messsätze, Musik, wie sie am burgundisch-niederländischen Hof der Fürstin Margarete von Österreich in Mechelen gesungen und gespielt wurde.

In seiner Blütezeit hatte der burgundische Hof tatsächlich die Talente der großen zeitgenössischen Komponisten angezogen. Dies war der Beginn der Renaissance und der kulturellen Explosion in Europa. Die ersten Tendenzen gingen in Richtung Spiritualität und Kontemplation, aber die weltlichen Stücke sind schön melodisch. Die hier vorgestellten Arien sind mal der Liebe, mal Tod und Trauer, mal der Hingabe gewidmet. Die Interpreten bedienen alles perfekt, verbinden es zu einem repräsentativen Ganzen und bieten ein Programm, das sehr angenehm zu hören ist. Die warme und einfühlsame Stimme von Dorothee Mields fügt sich bestens in den Klang des Blockflöten-Ensembles ein.

The recorder consort Boreas Quartett Bremen and soprano Dorothee Mields explore a little-known Renaissance manuscript, the Basevi Codex, a collection of Franco-Flemish chansons, motets and mass settings, music as it was sung and played at the Burgundian-Dutch court of Princess Margaret of Austria in Mechelen. The Burgundian court had indeed attracted the talents of the great contemporary composers. This was the beginning of the Renaissance and the cultural explosion in Europe. The first tendencies were towards spirituality and contemplation, but the secular pieces are beautifully melodic. The arias presented here are sometimes dedicated to love, sometimes to death and mourning, sometimes to devotion. The performers serve everything perfectly, combining it into a representative whole and offering a program that is very pleasant to listen to. The warm and sensitive voice of Dorothee Mields blends perfectly with the sound of the recorder ensemble.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 07/09/2021 | 7. September 2021 Verschmitzt-verspielter Hindemith, sachlicher Bruckner

Diese CD mit Aufnahmen vom Lucerne Festival beginnt mit einer Rarität, dem äußerst beschwingt und quicklebendig gespielten Hindemith-Konzert für Bläser, Harfe und Orchester, das der damals 76-jährige Böhm 1970 in Luzern dirigierte. Sehr reizvoll ist, wie er die verspielte Verschmitztheit des Komponisten vortrefflich zum Ausdruck bringt.

Der Luzerner Mitschnitt der Siebten Symphonie Anton Bruckners stammt aus dem September 1964. Die Interpretation ist wesentlich spontaner und auch etwas gefühlvoller als die Studioaufnahme der Symphonie mit demselben Orchester, die 1977 für DG gemacht wurde.

Beeindruckend sind hier wie dort die Klarheit des Orchesterklangs und der komplexen motivischen Struktur. Insgesamt ist es eine wohl überlegte, sachliche und jedes Pathos vermeidende Interpretation.

This CD with recordings from the Lucerne Festival begins with a rarity, the extremely buoyant and lively Hindemith Concerto for Winds, Harp and Orchestra, conducted in Lucerne in 1970 by the then 76-year-old Böhm, exquisitely expressing the composer’s playful mischievousness. The Lucerne recording of Anton Bruckner’s Seventh Symphony dates from September 1964, and is considerably more spontaneous and also somewhat more soulful than the studio recording of the symphony with the same orchestra made for DG in 1977. Impressive here as there are the clarity of the orchestral sound as well as of the complex motivic structure. Overall, it is a thoughtful, matter-of-fact interpretation that avoids any pathos.
Der neue Merker

Rezension Der neue Merker 06.09.2021 | 6. September 2021 Renaissancemusik für Sopran und Flötenquartett

Mields [...] setzt ihren glockenhellen, instrumental geführten Sopran mit stupender Leuchtkraft ein. Da die Instrumental-Solistinnen auf der anderen Seite versuchen, unter Einsatz verschiedener Flöten so erzählerisch und rhetorisch zu spielen wie möglich, ergeben sich faszinierende Momente zwischen spiritueller Introspektion und tänzerischer Ausgelassenheit.

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