Rezension
www.amazon.de 3. Februar 2010 | 2. Dezember -1
Eine Offenbarung
Die 4 CDs, aufgenommen 1950, 1953 und 1959, enthalten Werke ganz unterschiedlicher Kompositionen und Stilrichtungen, von Mozart über Beethoven, Chopin, Debussy und Ravel bis zu Prokofiev. Weitaus mehr bestechen alle hier dargebotenen Interpretationen des jungen Friedrich Gulda als durch ein "Pathos des Sachlichen", wie es im differenzierten Booklet (oder ähnlich in anderen Kommentierungen) heißt: Natürlich ist Gulda vor allem ein analytischer Pianist, ein Schöpfer unbedingter Clarté, doch stets auch von mitreißender Dynamik sowie Delikatesse und des Geheimnisses. Alle Einspielungen sind von singulärer Qualität und bezeugen die stupenden Möglichkeiten, die der junge Gulda in sich trug. Es ist eine Lust, eine Offenbarung, die Kompositionen in den hier festgehaltenen Darbietungen erleben zu können.