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Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 18. Mai 2009 | Helmut Rohm | May 18, 2009 Wilhelm Furtwängler: Die RIAS-Aufnahmen

Eine dokumentarische Meisterleistung und weit mehr als das: alle seinerzeit vom RIAS (vom Rundfunk im amerikanischen Sektor) mitgeschnittenen Konzerte, die Wilhelm Furtwängler zwischen 1947 und 1954 mit dem Berliner Philharmonischen Orchester gegeben hat, wurden dieser Tage vom label audite veröffentlicht: eine Box mit zwölf CDs samt einer Bonusscheibe mit hochinteressanten, bisher unveröffentlichten O-Tönen des Dirigenten zu Fragen der Interpretation.

Den behutsam, das heißt ästhetisch nicht verfälschend, sondern mit dem Ziel einer optimalen Präsenz und Transparenz restaurierten Aufnahmen liegen ausschließlich die originalen Archivbänder zugrunde (- nicht etwa Rundfunkmitschnitte, wie in manch früherer Einzeledition).

Metaphysischer Idealismus
Beim Corpus dieser Mitschnitte handelt sich um so etwas, wie die Essenz des späten Wirkens eines Interpretations-Genies, das sich zeit Lebens aus dem Geist eines konservativ grundierten und metaphysisch überhöhten Idealismus mit Vorliebe dem deutsch-österreichischen Repertoire aus Klassik und Romantik gewidmet hat. Dass sich aus solcher, teils elitärer Anwandlung, teils fast kindlich-unpolitischer Lauterkeit sich verdankender Disposition der Musikauffassung fatale Schnittmengen zum hohlen völkischen Pathos der Nationalsozialisten behaupten und instrumentalisieren ließen, liegt auf der Hand. Zu Furtwänglers Widersprüchen im Wirken und Taktieren während der braunen Jahre ist viel geschrieben worden und im einfühlsamen und lesenswerten Booklet-Text der Edition klingen die entsprechenden Akzente an.

Ethos des Musizierens
Wer freilich in die Aufnahmen sich vertieft, kann restlos überzeugt und überwältigt werden vom hohen Ethos dieses Musizierens. Selbst wer seine Probleme hat mit allzu ausgeprägten Rubati oder den Lizenzen die Tempi betreffend: Furtwänglers subjektive Exegesen sind mit Unbedingtheit ausgerichtet an der immer wieder neuen Verobjektivierung des Gehalts des je gewählten Werkes. Wie interpretatorische Feinheiten einem knisternden Spannungspotential des Augenblicks unterliegen und zugleich bestimmt sein können von der Programmkonzeption eines Konzerts als ganzem, das lässt sich in dieser Sammlung studieren. So sind Beethovens Sinfonien Nr. 3, 5 und 6 sowie die Dritte von Brahms in je zwei Auslegungen zu hören. Was schwingt nicht alles mit von den Vibrationen der Zeitläufte im Durchleben von Beethovens "Pastorale" und seiner Fünften, so, wie es im Konzert vom 25. Mai 1947 - in dieser Reihenfolge - dokumentiert worden ist! Es war das erste Mal, dass Furtwängler nach dem Krieg wieder vor "seinen" Berlinern gestanden hatte, und es war ihm in bekenntnishafter Weise geglückt, den Weg ins Zentrum einer Kunst zu finden, die aus eigener Integrität vor jedem Schmutz gewappnet ist.

Minutiös durchgestaltet
Im September desselben Jahres trat auch Yehudi Menuhin erstmals wieder im Nachkriegsberlin vor die Philharmoniker. Seine und Furtwänglers Exegese des Beethoven'schen Violinkonzerts: welch ein Zeichen! Auch alle anderen Mitschnitte dokumentieren die einzigartige Kompetenz dieses fanatischen Ausdrucksmusikers: Sinfonik von Schubert, Brahms, Bruckner; kleinere Orchesterwerke von Gluck, Weber, Mendelssohn, Schumann, Wagner. Furtwänglers Interpretationen sind minutiös durchgestaltet, atmen in jedem Augenblick; und doch ist zu spüren, dass die Spannkräfte formaler Stabilitäten im Akt der musikalischen Aufführung mitunter bis an den Rand des Berstens beansprucht werden.

Herausragender Wert
Auch wenn die Mitschnitte Bach'scher und Händel'scher Suiten bzw. Concerti heute eher von interpretationsgeschichtlichem Interesse sind, so überzeugen doch die Exempel der damals aktuellen "gemäßigten Moderne". Furtwängler, ein überzeugter Apologet der Tonalität (der 1931 immerhin Schönbergs op. 31 aus der Taufe gehoben hatte), dirigiert auch Werke von Paul Hindemith, Boris Blacher und Wolfgang Fortner. Des letzteren Violinkonzert, mit dem legendären Gerhard Taschner als Solist, wird übrigens als Erstveröffentlichung präsentiert. Alles in Allem: Man muss kein Furtwänglerianer sein, um den herausragenden Wert dieser Edition zu erkennen. Doch die Gefahr, ein solcher zu werden (- auch und gerade vor dem Hintergrund des Supermarkts der ubiquitären Unverbindlichkeiten), ist aber nicht von der Hand zu weisen.
International Record Review

Rezension International Record Review May 2009 | Raymond S. Tuttle | May 1, 2009 The Mandelring Quartett (three siblings and a violist!) is now one volume shy of...

The Mandelring Quartett (three siblings and a violist!) is now one volume shy of completing its Shostakovich cycle; presumably Quartets Nos. 11, 13 and 15 will follow in due course. Although the Eighth will likely remain Shostakovich's most popular string quartet, there is good reason to argue that these later quartets present the composer's essential qualities in their most concentrated form. Less public than the symphonies, they were an opportunity for Shostakovich to be brutally honest about himself and his milieu, as well as to mourn, and to dream of something better.

Among these three quartets, the Tenth is most accessible. Completed in 1964 (two years after Symphony No. 13), it is relatively conventional in form, but hardly ordinary in its mood, which is reminiscent of the Eighth Symphony and the Cello Concerto No. 1. Stylistic fingerprints, such as the prevalence of an anapestic rhythm, provide reassurance, but the Allegretto furioso second movement viciously drives that away. Without sacrificing accuracy or tonal quality, the Mandelring Quartett dig in fearlessly, and in the succeeding Adagio, the musicians are by turns painfully eloquent and emotionally stunned.

Quartet No. 12 (1968) is described in the booklet notes as 'moderately dodecaphonic', although it is important to realize that Shostakovich used dodecaphonic elements only as a means to an end, not as an end in itself. Tonality is not rejected – the Quartet begins and ends in D flat major. The opening is darkly lyrical and here the members of the Mandelring display the beauty of their playing as individuals, and their ability to listen to and match each other. The lengthy second movement, with its obsessive working over of its opening gesture, is masterfully shaped by these musicians. Even this movement's biting pizzicato passages are delivered with expressiveness by first violinist Sebastian Schmidt.

A further step towards the darkness is taken in Quartet No. 14 (1973). Just as Quartet No. 12 was dedicated to first violinist Dmitri Tsyganov of the Beethoven Quartet, Quartet No. 14 was dedicated to that same ensemble's cellist, Sergei Shirinsky. As one might expect, the cello plays a prominent role. The second movement and parts of the third, suggest a lullaby, but it is Death that is in the cradle. Rage has been burned away, and what remains is wonderfully equivocal in its tenuous balancing between calm resignation and morbid self-examination.

The Mandelring Quartett, more than any other ensemble I've heard in these three quartets, brings out the music's essential equivocations. (The Fitzwilliam Quartet, once regarded as the sine qua non in this repertory, now seem lacking in imagination.) That they do so with a luxurious sound and with unanimity of intention is reason enough to welcome this release and its predecessors (Volumes 2 and 3 were reviewed in October 2007 and June 2008) and to give it a strong vote as the Shostakovich cycle of choice. This is uncanny playing and it has been recorded with uncanny clarity and presence by Audite's engineers. The booklet notes are thorough, and have been translated into idiomatic English.
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„Neues“ in Sachen Furtwängler – gibt es das überhaupt? So jedenfalls bietet das Label Audite eine Box mit 12 CDs an, die die Live-Mitschnitte aller Konzerte vorlegt, die Wilhelm Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern gespielt hat, und die seiner Zeit vom RIAS aufgezeichnet worden sind. Die Box ist sorgfältig editiert, eine zusätzliche CD bietet die Aufzeichnung einer Diskussion, die Furtwängler mit Studenten 1951 über „die Kunst der Interpretation“ geführt hat.
www.ResMusica.com

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