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Rezension www.pizzicato.lu 28/11/2015 | Guy Engels | November 28, 2015 Reife Frühwerke von Beethoven

Die Zahlen des Werkkataloges sagen nicht alles. Opus 3 bis 9 sind rein chronologisch Frühwerke von Beethoven, Werke eines aufstrebenden Komponisten. Doch ist noch jemand ein Aufstrebender, der schon Partituren von derart großer Reife vorlegt, die mit der Kammermusik eines Joseph Haydn auf eine Stufe zu stellen sind ? Spätestens mit den 3 Trios Opus 9 hat Beethoven diesen Reifegrad, diese Meisterschaft erreicht.

Und genau aus dieser Perspektive betrachtet das ‘Jacques Thibaud String Trio’ diese Kompositionen. Sie spielen ihren Beethoven ausdrucksstark, stellenweise radikal die inneren Brüche aufdeckend, eines romantischen Komponisten durchaus würdig. Das große Einvernehmen der drei Musiker, ihr intuitives Verständnis für eine gemeinsame Phrasierung, die millimetergenaue Präzision der Akzentsetzungen erlauben diesen schnörkellosen, zupackenden Gestus, in den ebenso berührende, innige und geradewegs herzhaft frische Momente einfließen.

The Jacques Thibaud String Trio plays a very expressive Beethoven and refrains not from showing the composer’s romantic élan. The mutual intuitive understanding of the musicians is impressing, and their energy, freshness, and precision do not exclude touching and intimate moments.
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Rezension www.pizzicato.lu 25/11/2015 | Guy Engels | November 25, 2015 Das Schweigen gebrochen

Lebensbedrohliche Momente, Todesängste scheinen besondere schöpferische Kräfte freizulegen. Ist es Protest gegen ein Unrechtsregime? Ist es Auflehnen gegen das Schicksal, gegen das Unvermeidbare? Viele Komponisten wurden unter dem Nazi-Regime verfolgt, eingekerkert und umgebracht – besonders jene jüdischer Abstammung. Hatte nicht der unsägliche kleine Lautsprecher Joseph Goebbels behauptet, dass die deutsche Kultur sehr gut ohne ihre jüdische Tradition auskommen kann?

Erwin Schulhoff, Leo Smit, Hans Gal, Günter Raphael, Alexandre Tansman gehören zu jenen Verfemten, die zum Schweigen gebracht wurden.

Anne-Catherine Heinzmann und Thomas Hoppe haben ihnen nun wieder eine Stimme verliehen. Es ist die Stimme aufgewühlter Poesie und romantischen Nachklangs. Anne-Catherine Heinzmann vermittelt uns mit einem sehr geschmeidigen, nie prassenden, nie opulenten Ton von butterweicher dynamischer Ausprägung die Zeitlosigkeit dieser Musik, ihre zarte und intensive Leidenschaft.

Anne-Catherine Heinzmann and Thomas Hoppe are performing the music of once brutally silenced composers with flexibility and a most delicate passion.
Das Opernglas

Rezension Das Opernglas Dezember 2015 | Y. Han | December 1, 2015 Musik zum Fest

Ebenfalls Traditionelles bringt die Sammlung von Weihnachtsliedern zu Gehör, die unter anderem Dietrich Fischer-Dieskau, Rita Streich, Erna Berger und Elisabeth Grümmer 1950 für den RIAS Berlin eingespielt haben. Geboten werden berühmte Titel wie "Maria durch ein' Dornwald ging", "Schlaf, mein Kindlein", "Stille Nacht", "Vom Himmel hoch" oder "Es ist ein Ros' entsprungen", in intimen, kitschfreien Arrangements für Sänger und Klavier beziehungsweise Quartett oder Orchester, die aus den vertrauten Liedern sanfte, persönliche Hörerlebnisse machen.
BBC Music Magazine

Rezension BBC Music Magazine Christmas 2015 | Terry Blain | December 1, 2015 Post-war austerity hit the record industry hard in Germany, and in the 1950s the...

Post-war austerity hit the record industry hard in Germany, and in the 1950s the Berlin radio station RIAS began making programmes to brighten up the Christmas season. The artists used included some of the greatest singers of the 20th century – Dietrich Fischer-Dieskau, Rita Streich, Elisabeth Grümmer among them – and this fascinating selection from RIAS archives captures them in sepia-tinted mono recordings which present the voices more fulsomely than most modern digital discs. The repertoire is mainly traditional German, the arrangements often unusual. It's a fascinating collection.
klassik.com

Rezension klassik.com 07.12.2015 | Sonja Jüschke | December 7, 2015 Kammermusikgenuss

[...] nutzt das Ensemble die Gelegenheit, viele verschiedene emotionale Facetten von stürmisch-aufgewühlt bis melancholisch-träumerisch überzeugend zu präsentieren. Die Kantilenen [...] sind stets sehr ausdrucksstark gespielt und auf der gesamten Aufnahme immer wieder ein Genuss. Die energischen Passagen werden immer sehr betont gespielt, klingen jedoch nie zu ruppig.
Audio

Rezension Audio 01/2016 | Miquel Cabruja | January 1, 2016 "Vom Himmel hoch…" entführt in die goldenen Jahre des Senders RIAS Berlin,...

"Vom Himmel hoch…" entführt in die goldenen Jahre des Senders RIAS Berlin, als sich Familien zu Heiligabend noch um einen Radioapparat versammelten. Aufnahmen aus der Zeit von 1950 bis 1964 bieten auf, was im Wirtschaftswunder-Deutschland Rang und Namen hatte: Sängerlegenden wie Erna Berger, Elisabeth Grümmer, Maria Reith, Rita Streich, Dietrich Fischer-Dieskau und Walther Ludwig sind in geschmackvoll arrangierten Weihnachtsliedern aus mehreren Jahrhunderten zu hören, in denen die Frohe Botschaft noch nicht vom Kommerz verdrängt worden ist. Und die Tonqualität der RIAS-Aufnahmen überrascht mit Klarheit und Volumen.
Der neue Merker

Rezension Der neue Merker 13. Dezember 2015 | Dr. Ingobert Waltenberger | December 13, 2015 Zwei Wunderwerke der Wiener Klassik, das Streichquintett C-Dur und das Streichquartett Op. 132 aufregend expressiv interpretiert

Wie schon bei der Besprechung des Vol. IV herausgearbeitet, gehen höchste Expressivität im Ausdruck und individuell erspürte Essenz der musikalischen Strukturen einher mit einer sinnlich-kecken bis nachdenklich-spirituellen Sanglichkeit des Tons. Alles wunderbare Voraussetzungen, um die Musik des sturen, unberechenbaren und wohl auch kompositorisch exzentrischen Hitzkopfs Beethoven so zu vermitteln, als wäre sie vom Meister selbst so autorisiert.
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Rezension www.pizzicato.lu 12/12/2015 | Guy Engels | December 12, 2015 Ohne Abstriche

Einen berechtigten Ausreißer leistet sich das ‘Quartetto di Cremona’ in der 5. Folge seiner Beethoven-Integrale: das Streichquintett in C-Dur. Es ist eine nachvollziehbare Entscheidung, da es Beethovens einziges Streichquintett ist. Zudem bleibt das Quartett sich seiner Linie treu, frühe Werke späteren Kompositionen gegenüber zu stellen. Der Eindringling aus den Jahren 1800/1801 fügt sich nahtlos in die bis dato packende Beethoven-Lektüre. Er tritt wuchtig auf, zeigt Ecken und Kanten, ist manchmal echt störrisch, andererseits aber ebenso lyrisch zart. Lawrence Dutton auf der zweiten Bratsche passt sich perfekt dem hingebungsvollen Spiel des ‘Quartetto di Cremona’ an – als wäre er schon immer dabei gewesen.

Das späte a-Moll-Quartett lässt gleich zu Beginn durch den verstörend-bedrückenden Einstieg aufhorchen. Wiederum packen die vier Italiener den Stier bei den Hörnern, stürzen sich ohne Wenn und Aber in diese fast schon schicksalhafte Musik, in der Beethoven hörbar um sein Leben schreibt. Die kompakte, intensive Klangsprache des Quartetto di Cremona verdeutlicht sehr plastisch, wie sich Beethovens Musik in seinen letzten Jahren verdichtet.

Full-blooded, passionate performances of Beethoven’s early Quintet op. 29 and the late Quartet op 132.

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