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Singende Kirche - Zeitschrift für katholische Kirchenmusik

Rezension Singende Kirche - Zeitschrift für katholische Kirchenmusik Jg. 68, Heft 4, Dezember 2021 | December 1, 2021 Als dritte Aufnahme des Thüringer Bach Collegiums ist kürzlich eine...

Wie für das Thüringer Bach-Collegium nach deren ersten beiden Einspielungen bereits zu erwarten war, ist auch die dritte CD des Ensembles ein Zeugnis von Freude am gemeinsamen Spiel. Die Virtuosität der Solisten wird mit Sensibilität im Ensemblespiel gepaart, damit ist purer Hörgenuss und Freude an der ausgewählten Musik garantiert. Die energiereiche und auch technisch bestechend schöne Aufnahme macht schon jetzt Lust auf noch weitere Projekte der Formation.
Das Orchester

Rezension Das Orchester 1/2022 | January 1, 2022 Das mittlerweile in Arnstadt, also einer der thüringischen Bach-Städte,...

Gernot Süßmuth [...] und sein Kollege David Castro-Balbi [...] gestalten ihre Partien überaus klangschön und vor allem sehr beredt. [...] ein Konzertieren der erlesensten und betörendsten Art. [...] das Thüringer Bach-Collegium begeistert durch die Frische und Spritzigkeit seines Vortrags, aber eben immer auch durch die geistige Wachheit und Überlegenheit der Gestaltung.
F. F. dabei

Rezension F. F. dabei NR. 2/2022 (VOM 15. BIS 28. JANUAR) | January 15, 2022 CD-TIPPS

Die Konzerte für ein bis drei Solo-Instrumente des jungen Bach sind funkensprühende Auseinandersetzungen um die besten musikalischen Argumente, vorgebracht mit einer funkensprühenden Virtuosität.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 07/01/2022 | January 7, 2022 Neapolitanische Lebenslust

Neapel war im 18. Jahrhundert eine blühende Kulturmetropole, eine Stadt, die bunt und facettenreich war, geprägt durch ständige Fremdherrschaft. Dies war ein wunderbarer Nährboden für ein prickelndes Musikleben und bildete einen starken Anziehungspunkt für die besten italienischen Komponisten.

Einen kurzen und pointierten musikalischen Einblick in diese wirbelnde Stadt erlaubt uns das Ensemble La festa musicale. Mit seinem einfühlsamen aber ebenso temperamentvollen, frischen Musizieren begleitet es uns durch eine Stadt, deren Musik von vielen spannenden, folkloristischen Einflüssen geprägt ist. Gerade diese stilistische Vielfalt und deren ganz natürliche Aneignung durch La festa musicale machen diese Produktion zu einem Erlebnis, zu dem der feine, natürliche, unaffektierte Sopran von Maria Ladurner einen wesentlichen Beitrag leistet.


Naples was a thriving cultural metropolis in the 18th century, a city that was colorful and diverse, marked by constant foreign domination. This was a wonderful breeding ground for a sparkling musical life and a strong attraction for the best Italian composers.

The ensemble La festa musicale allows us a brief and pointed musical insight into this swirling city. With its sensitive but equally spirited, fresh music-making, it accompanies us through a city whose music is characterized by many exciting, folkloristic influences. It is precisely this stylistic diversity and its very natural appropriation by La festa musicale that make this production an experience to which the fine, natural, unaffected soprano of Maria Ladurner makes a significant contribution.
Fono Forum

Rezension Fono Forum Februar 2022 | February 1, 2022 HÖR-TIPP

Es war noch zur Zeit der Rassendiskriminierung in den Vereinigten Staaten, als ein Schwarzer Dirigent nach Europa kam und hier Karriere machte. Dean Dixon war der erste amerikanische Dirigent, der sich 1949 auf den Alten Kontinent begab, weil er wegen seiner Hautfarbe in seiner Heimat keine Festanstellung bekommen konnte. Die wurde ihm nach ersten Auftritten in Frankreich und Italien und 1953 bis 1960 beim Symphonieorchester im schwedischen Göteborg von 1961 an in Deutschland zuteil, als Chefdirigent des Sinfonieorchesters beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main – eine Position, die er 13 Jahre lang innehatte, bis 1974, zwei Jahre vor seinem Tod.

Dixon war in der damaligen Bundesrepublik ein Exot am Pult, noch ganz unverblümt wurde er mit dem N-Wort bedacht. Erstaunlicherweise ist er bis heute einer der ganz wenigen Schwarzen geblieben, die es im Musikbetrieb in eine solche Position geschafft haben. Die Gründe dafür sind vielfältig, entscheidend war und ist immer noch die Benachteiligung Farbiger im amerikanischen Bildungswesen. Warum war Dixon seinerzeit ausgerechnet bei einem Frankfurter Radiosender gelandet? Man wollte offenbar der amerikanischen Schutzmacht gegenüber, deren Militär in Frankfurt ihr Hauptquartier hatte, Toleranz demonstrieren angesichts des rassistisch geprägten Kulturbetriebs in den Vereinigten Staaten. Und man wollte zeigen, dass Deutschland endgültig der NS-Rassenpolitik abgeschworen hatte.

Dixon hat mit der ihm eigenen Durchsetzungskraft während seiner Tätigkeit beim Hessischen Rundfunk seinen Ruf als vielseitiger Dirigent auf- und ausgebaut. Er wurde gar zum "Stardirigenten" stilisiert, doch das war er nicht, er gehörte mit seinem ungewöhnlich breiten Repertoire eher der Riege der tüchtigen Kapellmeister und Orchestererzieher an. Mit seiner ausdrucksvollen Gestik und seiner eigenwillig kantigen, am Metrum orientierten Schlagtechnik pflegte er einen unverwechselbaren Stil der Orchesterführung.

Dixon hat einerseits die großen sinfonischen Werke der Klassik und Romantik von Mozart und Haydn über Beethoven und Brahms bis Bruckner und Mahler als Kernstücke seiner Konzerte aufgeführt. Andererseits standen in bunter Fülle auch Kompositionen zeitgenössischer Komponisten wie Schönberg ("Ein Überlebender aus Warschau"), Henze oder gar Bernd Alois Zimmermann (Violinkonzert mit Joan Field als Solist) auf den Programmen. Mit besonderer Hingebung widmete sich Dixon dem Komponisten Karl Amadeus Hartmann.

Damals wurden die Konzerte nicht nur live übertragen und aufgezeichnet, man erlaubte sich sogar noch den Luxus aufwendiger Studioproduktionen. Leider hat der Hessische Rundfunk so gut wie keine dieser Aufnahmen je auf Schallplatte oder CD herausgebracht, mit einer freilich sehr besonderen Ausnahme: dem Mitschnitt (noch in Mono) einer Aufführung von Beethovens Neunter 1962 mit dem Tenor Fritz Wunderlich, der das "Froh wie seine Sonnen ... " wunderschön lyrisch und kraftvoll in den Sternenhimmel sang, neben ihm Marga Höffgen, Theo Adam und eine kurzfristig eingesprungene japanische Sängerin, empathisch und kraftvoll dirigiert von Dixon. Der Hessische Rundfunk könnte, wenn er wollte, manch wertvolle Dixon-Aufnahme aus seinem Archiv fischen und auf CD veröffentlichen, zum Beispiel eine wunderbare Interpretation von 1971 des Brahms-Violinkonzerts mit Henryk Szeryng.

Dixon, 1915 in dem damaligen Schwarzenviertel Harlem in New York geboren, hat nie Aufhebens um seine Herkunft und seine Hautfarbe gemacht. Er musste zwar gegen Vorurteile und Widerstände kämpfen, doch hat er sich dadurch nicht in seiner Arbeit beirren lassen oder sich mit Allüren aufzuspielen versucht. Spät, 1970, wurde ihm auch in Amerika Anerkennung zuteil, er wurde gar zum Ehrenbürger von New York ernannt. Damit hat man nicht nur sein Lebenswerk als Dirigent gewürdigt, sondern auch sein frühes Wirken in den Vereinigten Staaten, als er sich dort in der Ausbildung junger Musiker engagierte und verschiedene Ensembles gründete. Mit einem Mal war er dann auch bei amerikanischen Orchestern in New York, Philadelphia und St. Louis gefragt. Er führte auch immer wieder Werke amerikanischer Komponisten auf.

Mit seinem Rundfunk-Orchester ging Dixon häufig auf Tournee, 1965 nach Osteuropa, was damals durchaus ungewöhnlich war. Während seiner Frankfurter Jahre trat er auch als Gastdirigent bei vielen Orchestern auf, in Buenos Aires am Teatro Colon, in Tokio oder 1968 beim "Prager Frühling", wo er die Tschechische Philharmonie dirigierte. Von 1964 bis 1967 reiste Dixon im deutschen Sommer jeweils nach Australien, um während der Konzertsaison im Winter auf der Südhalbkugel als Leiter des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters von Sydney zu wirken. Das Engagement endete brüsk mit einem Eklat wegen "starker Unstimmigkeiten" zwischen Dixon und dem Management des Orchesters. Größere Konflikte mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks sind nicht bekannt geworden. Die Kritiker bemerkten lediglich gegen Ende seiner Tätigkeit eine gewisse Müdigkeit. Dixon bekannte einmal, er habe den Traum, "ein Orchester von hundert Mann so zu formen, dass es wie ein Streichquartett spielt". Diesem Traum ist er in den 13 Jahren mit seinem Frankfurter Orchester das eine oder andere Mal recht nahe gekommen.
Fono Forum

Rezension Fono Forum Februar 2022 | February 1, 2022 Joseph Haydn hat sechs Fugen seines Amtsvorgängers als Hofkapellmeister des...

Joseph Haydn hat sechs Fugen seines Amtsvorgängers als Hofkapellmeister des Fürsten Esterhazy herausgegeben und mit der Widmung "Aus besonderer Achtung gegen diesen berühmten Meister" versehen, aber genutzt hat es dem 1693 in Ybbs an der Donau geborenen und 1766 in Eisenstadt verstorbenen Gregor Joseph Werner nicht: Im Gegensatz zu Haydn, den er gerne despektierlich als "Gsanglmacher" abkanzelte, hat Werner seinen Ruhm rasch eingebüßt, und wenn jetzt Lajos Rovatkay mit dem Ensemble La Festa musicale einige "Salve Regina"-Vertonungen sowie etliche jener Pastorellas herausbringt, die Werner für die Weihnachtszeit komponierte, dann kommt das heute der Exhumierung eines Vergessenen gleich.

Die Mühe hat sich allerdings gelohnt: Diese in Tempi, Dynamik, Artikulation und Klangfarben hochdifferenziert musizierte und gesungene Aufnahme wirft die Frage auf, warum man einen so ungewöhnlichen Komponisten aus dem Blick verlieren konnte (und ob es nicht lohnen würde, sich einmal auch seiner 50 Messen und 20 Oratorien anzunehmen).

Zu Lebzeiten genoss Werner trotz des kirchenmusikalischen Schwerpunkts in seinem Schaffen vor allem wegen seiner humorvollen Werke große Popularität, darunter "Zwey neue und extralustige musikalische Tafel-Stücke" sowie der "Neue und sehr curios musikalische Instrumental-Kalender" der die einzelnen Monate musikalisch charakterisiert. Augenzwinkern spürt man aber auch, wenn in den Pastorellas volkstümlicher, oft derber Ton und die Künstlichkeit der Concerto-Form aufeinandertreffen. Diese stilistisch heterogenen Instrumentalwerke des übrigens ziemlich hochbegabten Kontrapunktikers als experimentell zu bezeichnen, ist fast noch untertrieben. Ihn zu entdecken, macht hier richtig Spaß.
Aachener Zeitung

Rezension Aachener Zeitung 15.01.2022 | January 15, 2022 ALBUM-CHECK I: KLASSIK

La Festa Musicale musizieren [...] hörbar egalitär, kreativ individuell, dabei höchst perfekt im Zusammenspiel und -klang. [...] das Ensemble zelebriert sein großes Können, aus der Musik des ins Rokoko ausufernden Barock ein Feuerwerk an Farben und Temperamenten zu entzünden.
Bayerischer Rundfunk

Rezension Bayerischer Rundfunk 16.01.2022, "Tafel-Confect" | January 16, 2022 Track 15 „Salve Regina“ - Keine Frage: Vieles war vor 250 Jahren ganz...

la festa musicale musiziert nach allen Regeln historischer Aufführungspraxis, entführt schwungvoll in die Zeit von Puder und Perücken und lässt die zuweilen dann doch etwas konventionell gestrickten Partituren Werners farbenreich aufleuchten.

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